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HV-Bericht Jetter AG

Aktienkursentwicklung hinkt geschäftlicher Entwicklung meilenweit hinterher


Am 24. September 2008 fand in Ludwigsburg die ordentliche Hauptversammlung der Jetter AG für das Geschäftsjahr 2007/2008 (bis 31. März) statt. Rund 200 Aktionäre und Gäste, unter ihnen auch Thorsten Renner für GSC Research, hatten sich im Forum am Schlosspark eingefunden, um sich nach den jüngsten Investitionen über die weiteren Zukunftsaussichten der Gesellschaft zu informieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Michael Oltmanns eröffnete die Sitzung und übergab nach dem Verlesen der üblichen Formalien das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Martin Jetter.


Bericht des Vorstands 

Zunächst gab Herr Jetter einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ereignisse im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dazu zählten die erneute Steigerung von Umsatz und EBIT um 12 Prozent, nachdem schon im Vorjahr ein Rekordergebnis ausgewiesen worden war. Zudem gelang der Einstieg in den Bereich Mobile Automation, wobei schon langfristige Millionenaufträge an Land gezogen werden konnten. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Übernahme von Control Developments, einem Spezialisten für Mobile Automation aus England. Abschließend wurde mit JX3 das JetWeb der zweiten Generation erfolgreich in den Markt eingeführt. 

Das Geschäft von Jetter konzentriert sich auf Industriesteuerungen, wobei Herr Jetter die Steuerung als das elektronische Gehirn der Maschine oder Anlage sieht. Zum Produktportfolio des 1980 gegründeten Unternehmens zählen Industriesteuerungen, Steuerungen für Mobile Automation, Servoantriebssysteme, Bediengeräte und Dienstleistungen. Dabei ist die Gesellschaft Vorreiter und Technologieführer für auf offenem Ethernet basierende Steuerungstechnik. Neben der Präsenz in Deutschland verfügt Jetter auch über Niederlassungen in England, Schweiz, Italien, Singapur und in den USA, berichtete der Vorstandsvorsitzende. Mit 215 Mitarbeitern erzielte die Jetter AG, die in 2009 das 10-jährige Börsenjubiläum feiert, im vergangenen Jahr einen Umsatz von 40,9 Mio. Euro. 

Die Einsatzgebiete der Steuerungen sind dabei äußerst breit und umfassen eine Vielzahl von Branchen mit dem Schwerpunkt im Getränkebereich. Die mobile Steuerung findet bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Feuerwehrfahrzeugen oder Baumaschinen ihren Einsatz, erklärte Herr Jetter. Das Credo der Gesellschaft ist dabei, dem Automatisierer das Leben zu erleichtern. 

In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Umsatz verdreifacht, und das EBIT hat sich in den letzten vier Jahren sogar vervierfacht. Leider hat sich der Aktienkurs nicht entsprechend entwickelt, bedauerte Herr Jetter. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, die 20-jährige Wachstumsstory fortsetzen zu können, nachdem die zwischenzeitliche Delle in den Jahren 2001 bis 2004 ausgeglichen wurde. Das Unternehmen gliedert sich in die Vertriebstöchter und die beiden Branchenspezialisten Jetter UK und futronic GmbH, die seit 2006 erworben wurden. Dabei stellt die JetWeb-Technologie die Basis für die Produktion dar, und auf den beiden Geschäftssäulen Industrie Automation und Mobile Automation fußt dann die Vertriebsorganisation, erklärte der Vorstandsvorsitzende. 

Bei Glasformungsmaschinen beliefert die Jetter AG exklusiv den Weltmarktführer Emhart Glass mit Steuerungstechnik. Dagegen ist futronic für die restlichen Unternehmen der Branche zuständig. Mit 45 Mitarbeitern erzielte futronic im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 6,5 Mio. Euro. Dabei liegt der gemeinsame Weltmarktanteil bei über 65 Prozent, und es bestehen durch seine Doppelfunktion als Vorstandsvorsitzender von Jetter und Präsident von Emhart Glass auch noch ausgeprägte Synergien, so Herr Jetter. 

Als wichtigsten Wachstumstreiber für die kommenden Jahre wertete Herr Jetter den Bereich Mobile Automation, da dieses Segment ein starkes Wachstum und noch keinen dominanten Player aufweist. Der Vorteil von Jetter liegt nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden darin, dass die Gesellschaft als einziger Anbieter Synergien mit dem Industriebereich heben kann, und so konnten bereits im ersten Jahr mehrere Millionenaufträge gewonnen werden. 

Control Developments erzielte in 2007 mit acht Mitarbeitern einen Umsatz von 1,4 Mio. britischen Pfund. Nach der Übernahme erfolgte die Umfirmierung in Jetter UK und die Verlagerung der Produktion nach Ludwigsburg. Allerdings bleibt der Standort nahe Oxford das Entwicklungszentrum für die Mobile Automation. Wachstumschancen erwartet Herr Jetter vor allem auch durch das Glas-Revival und die Hartglas-Entwicklung. Seit März 2008 ist zudem die zweite Generation der JetWeb-Technologie verfügbar, die schneller und kostengünstiger ist und darüber hinaus noch eine erweiterte Funktionalität bietet. 

Mit der Einführung von Hartglas sollen die beiden einzigen Nachteile von Glas, nämlich Gewicht und Zerbrechlichkeit, verbessert werden. Aber auch so erlebt Glas aufgrund der besseren Umweltverträglichkeit und des steigenden Wertigkeitsbewusstseins in Russland, Asien und Mittelamerika ein Revival, betonte Herr Jetter. Angesichts der dominanten Marktstellung profitiert Jetter hierbei überproportional. Im vergangenen Jahr ging dann auch das Research Center in den USA in Betrieb, und seit Oktober 2007 fließt bereits Glas, und Ende Oktober wurde die Produktion von Flaschen aufgenommen. Allerdings ist die Produktion derzeit noch nicht industriell abgesichert, wird aber zukünftig zum starken Wachstum von Glas beitragen, zeigte sich der Vorstandsvorsitzende überzeugt. 

Der Finanzvorstand Günter Eckert erläuterte dann eingehender die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Lediglich beim Anlagevermögen ergab sich demnach ein deutlicher Anstieg, ansonsten zeigten sich auf der Aktivseite kaum Veränderungen. Durch den Gewinn stieg das Eigenkapital auf 23,8 Mio. Euro, was eine Eigenkapitalquote von gut 60 Prozent bedeutet. Die langfristigen Verbindlichkeiten verzeichneten ebenfalls einen Anstieg, was vor allem auf den Erwerb der futronic zurückzuführen ist. 

Laut Herrn Eckert erhöhte sich der Umsatz auf 40,9 Mio. Euro, und die Gesamtleistung verbesserte sich auf 41,7 Mio. Euro. Beim Betriebsergebnis verzeichnete Jetter einen Anstieg von 12 Prozent auf 3,9 Mio. Euro, was einer Marge von 9,3 Prozent entspricht. Aufgrund der Unternehmenssteuerreform kam es im abgelaufenen Jahr zu Belastungen, während im Vorjahr sogar noch ein Steuerertrag angefallen war. So wies die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 3,4 Mio. Euro entsprechend einem Gewinn je Aktie von 1,05 Euro aus. 

Im vergangenen Jahr belief sich der Mittelabfluss für Investitionstätigkeit auf 7,2 Mio. Euro, was Herr Eckert für Jetter als eine gewaltige Größenordnung ansah. Dabei flossen die Mittel vor allem in Immobilien und Einbauten sowie technische Anlagen. Größte Investition in der neuen Immobilie in Tettnang war die automatische SMD-Fertigung, so der Finanzvorstand. 

Die Bankbestände plus Wertpapiere liegen aktuell wieder deutlich über 5 Mio. Euro, nachdem sich in 2007 ein beständiger Abfluss durch die Investitionen gezeigt hatte. Trotz des Gewinns im vergangenen Jahr weist die Jetter AG im Einzelabschluss immer noch einen Bilanzverlust von 7,4 Mio. Euro aus, so dass keine Dividende ausgeschüttet werden kann. Nach Aussage von Herrn Eckert ist eine Ausschüttung erst möglich, wenn der Bilanzverlust komplett abgebaut ist. 

Im ersten Quartal des laufenden Jahres stieg der Umsatz weiter auf 13,3 Mio. Euro, und das Betriebsergebnis kletterte auf 1,6 Mio. Euro. Bei einem Überschuss von 1,55 Mio. Euro wies die Gesellschaft ein Ergebnis je Aktie von 0,48 Euro aus. Laut Herrn Eckert verlief das erste Quartal ausgesprochen stark. Auf der Kostenseite erhöhte sich etwas der Personalaufwand, da auch Personal aufgebaut wurde. Allerdings hat sich trotzdem der Umsatz je Mitarbeiter verbessert, berichtete der Finanzvorstand. Derzeit beschäftigt das Unternehmen auch sieben Auszubildende und damit zwei mehr als im Vorjahr. 

Durch den Erwerb von Control Developments haben die Abschreibungen auf immaterielle Werte deutlich zugelegt. Darüber hinaus war im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres auch noch eine Sonderabschreibung auf Immobilien angefallen, teilte Herr Eckert mit. Beim sonstigen betrieblichen Aufwand ergibt sich speziell im dritten Quartal ein höherer Ausweis, da dort die Fachmessen stattfinden, die mit entsprechenden Kosten verbunden sind. Die Kosten für die Hauptversammlung können im laufenden Jahr vermutlich noch einmal gesenkt werden, obwohl man sich bei Jetter dazu entschlossen hat, aufgrund des guten Ergebnisses das Essensangebot zu verbessern, nachdem die Gesellschaft in schlechten Zeiten auch schon einmal auf die Bewirtung verzichtet hatte, betonte der Finanzvorstand. 

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Herr Eckert eine zweistellige Umsatzsteigerung und eine EBIT-Marge, die erneut im Bereich von 9 Prozent liegen soll. Da die Gesellschaft noch über hohe Verlustvorträge und ein relativ ausgeglichenes Finanzergebnis verfügt, sollte der Jahresüberschuss nur geringfügig unter dem EBIT liegen.

Nicht zufrieden zeigte sich der Finanzvorstand dagegen mit der Kursentwicklung der Aktie, die schon seit neun Monaten entgegen der Geschäftsentwicklung verläuft. Allerdings könne man „nicht Herrn Bush anrufen und fragen, ob er auch etwas für Jetter tun kann“, meinte Herr Eckert. Neben Bucher Industries mit 26,5 Prozent halten die Familien, Jetter, Hauser und Kraut 24,8 Prozent der Anteile, so dass sich der Streubesitz auf 48,6 Prozent beläuft, berichtete der Finanzvorstand zum Ende seiner Ausführungen.


Allgemeine Diskussion 

Auch Gerhard Roh von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) zeigte sich mit dem Aktienkurs absolut unzufrieden, was aber nicht auf die Geschäftsentwicklung, sondern auf das Abstrafen von Nebenwerten im Zuge der jetzigen Finanzmarktsituation zurückzuführen sei. Zwar bestehe immer noch ein Verlustvortrag, dieser könnte aber durch die Verrechnung mit den Rücklagen ausgeglichen werden, um eine Dividendenzahlung zu ermöglichen, meinte Herr Roh. 

Nach Ansicht von Herrn Eckert soll der Verlustvortrag über Gewinne ausgeglichen werden und nicht durch eine Buchungstechnik. Mittelfristig werde sich dann aber ganz sicher das Thema Dividende stellen. Da Jetter jedoch immer noch ein wachsendes Unternehmen ist, sollen einige Mittel auch in der Gesellschaft verbleiben, um bei interessanten Akquisitionsmöglichkeiten den Erwerb stemmen zu können. 

Die Tatsache, dass Emhart Glass größter Kunde und über Bucher Industries auch noch größter Aktionär ist, könne durchaus gefährlich sein, meinte Herr Roh. In diesem Zusammenhang erkundigte er sich nach dem Umsatzanteil mit Emhart Glass und mit den zehn größten Kunden sowie den Neukunden. Im letzten Geschäftsjahr war Emhart Glass mit einem Anteil von über 40 Prozent größter Kunde, berichtete hierauf Herr Jetter. Der Anteil der zehn größten Kunden lag bei rund 66 Prozent, wobei diese aus verschiedenen Branchen stammten. Laut Herrn Jetter konnten im vergangenen Jahr allein 85 Neukunden gewonnen werden, das Umsatzvolumen lag mit 0,2 Mio. Euro erwartungsgemäß aber auf einem niedrigen Niveau, da Neukunden normalerweise erst in den Folgejahren größere Umsätze bringen. 

Weitere Fragen von Herrn Roh betrafen die Wettbewerbssituation, die Eigenfertigung und das Entwicklungsbudget bei den beiden Branchenspezialisten. Im Bereich der Mobile Automation sah Herr Jetter einen sehr heterogenen Wettbewerb, da noch kein großer Player entstanden ist. Bei der Industrieautomation besitzt Jetter vor allem bei der neuen JetWeb-Technologie noch einen deutlichen Entwicklungsvorsprung vor den Konkurrenten. 

Die Eigenfertigung wurde jetzt über einen Zeitraum von neun Monaten problemlos hochgefahren, wobei die derzeitige Auslastung bei knapp einer Schicht liegt. Somit wäre eine Ausweitung der Kapazität über einen Mehrschichtbetrieb leicht möglich. Aber bereits jetzt werden die Kosten durch die Einsparungen bei der Eigenfertigung überkompensiert, so dass sich die Anlage bereits lohnt. Etwa ein Viertel des Entwicklungsbudgets entfällt auf futronic, berichtete Herr Eckert. Dagegen stellt sich das Niveau in Großbritannien mit rund 100 TEUR im Jahr recht bescheiden dar. 

Auf die Frage des Aktionärsschützers nach der Investitionsplanung im laufenden Jahr rechnete Herr Eckert mit einem Einsatz von gut 1 Mio. Euro. Nach den Vorgängen bei Thielert habe sich die SdK dazu entschlossen, grundsätzlich gegen die Wahl der BDO Deutsche Warentreuhand AG als Abschlussprüfer zu stimmen, gab Herr Roh dann bekannt. Das Thema Thielert war dem Aufsichtsrat bekannt, bevor die BDO erneut zum Prüfer vorgeschlagen wurde, erklärte Dr. Oltmanns. Man habe dennoch die BDO erneut vorgeschlagen, da das Problem Thielert an einem anderen Standort mit anderen Personen aufgetreten ist, die jetzigen Prüfer bei Jetter können dagegen sehr unbequem sein, und zudem wollte man auch keine Kollektivstrafe verhängen. 

Herr Hellmerichs regte an, im Geschäftsbericht etwas mehr über die Mitarbeiter zu berichten. Begrüßenswert fand er dagegen, dass viele Organmitglieder auch Aktien des Unternehmens halten, wenngleich Herr Eckert noch keine Aktien erworben habe. Hierauf erklärte der Angesprochene, er habe sich in den letzten Jahren auf Hausbau und Kinder konzentriert, weshalb er nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gehabt habe, um sich in größerem Umfang in der Jetter-Aktie zu engagieren. 

Angesprochen wurden vom Aktionär auch die Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband und die Anzahl der Mandate des Aufsichtsratsvorsitzenden. Wie Herr Jetter informierte, ist die Gesellschaft nicht Mitglied im Arbeitgeberverband, das Unternehmen verfüge aber über einen sehr guten Betriebsrat. Mit diesem wurde auch ein Vergütungsmodell entwickelt, das für alle Mitarbeiter vom EBIT abhängt und bei den Beschäftigten eine sehr hohe Akzeptanz findet. Er habe sich sehr gut überlegt, welche Aufsichtsratsmandate er annimmt, erklärte dann Dr. Oltmanns. Zwischen den Unternehmen bestehen keinerlei Überschneidungen, so dass auch von dieser Seite keine Probleme auftreten. Auch wenn er einen äußerst intensiven Kontakt zum Vorstand pflege, so fühle er sich dennoch nicht überfordert, zumal er sein Mandat bei HPC niedergelegt habe. 

Herr Faul stellte sich als Vertreter einer Fondsgesellschaft aus Luxemburg vor und erkundigte sich nach der Begrenzung der variablen Vorstandsvergütung. Nach Aussage von Dr. Oltmanns wurde diese Begrenzung eingeführt, da es bei anderen Unternehmen auch Exzesse bei den Vorstandsbezügen gegeben hat, außerdem gibt es im Corporate Governance-Kodex auch eine Anregung zur Begrenzung der Bezüge. Die derzeitige Begrenzung liegt beim Erreichen einer EBIT-Marge von 10 Prozent, hier könne man aber sicherlich darüber diskutieren, die Zielmarge noch etwas nach oben zu setzen. 

Im weiteren Verlauf bat Herr Torwart um eine Einschätzung, ob sich die jetzige Konjunkturentwicklung auf die Gesellschaft auswirken wird. Laut Herrn Jetter konnte bisher noch keinerlei Eintrübung des Geschäftsumfelds festgestellt werden. Da der Glasbereich vor allem von den Schwellenländern geprägt ist, dürfte Jetter ohnehin nicht so stark von einer möglichen Eintrübung betroffen sein.

Nähere Informationen erbat der Aktionär dann zur Jetter UK und den Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen. Wie der Vorstandsvorsitzende darlegte, war Jetter UK früher ein gründergeführtes Unternehmen, und der Gründer sah zusammen mit Jetter deutlich bessere Zukunftschancen. Dieser ist aber auch weiterhin im Unternehmen engagiert. Wie Herr Eckert informierte, erfolgt normalerweise eine Abschreibung über fünf Jahre, die ausgewiesenen 18 Jahre betrafen lediglich einen Sonderfall einer speziellen Technologie.

Auf die Frage von Herrn Torwart nach dem Verkauf der Immobilie erklärte der Finanzvorstand, dass dieser zum 31. August 2008 mit einem leichten Aufschlag auf den Buchwert realisiert werden konnte.


Abstimmungen 

Vor Beginn der Abstimmungen gab der Aufsichtsratsvorsitzende die Präsenz auf der Hauptversammlung bekannt. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 3.241.061 Euro waren demnach 1.985.391 Euro entsprechend 61,26 Prozent vertreten. Die Beschlüsse wurden alle bei wenigen Gegenstimmen im Sinne der Verwaltung gefasst. Im Einzelnen beschlossen wurden die Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtsrat (TOP 3) sowie die Wahl der BDO Deutsche Warentreuhand AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2008/2009 (TOP 4).


Fazit und eigene Meinung 

Die Jetter AG konnte auch das abgelaufene Geschäftsjahr wieder erfolgreich gestalten. Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis verbesserten sich um 12 Prozent, aufgrund der Steuerreform kam es jedoch zu Steuerbelastungen, so dass sich der Jahresüberschuss auf 3,4 Mio. Euro verringerte. Das Ergebnis je Aktie stellte sich dadurch auf 1,05 Euro. 

In das laufende Jahr ist die Gesellschaft sehr erfolgreich gestartet, und zudem gelang auch der Einstieg in den neuen Bereich Mobile Automation. Hier konnte Jetter schon einige langfristige Aufträge im Millionenbereich an Land ziehen. Für das laufende Jahr ist eine Fortsetzung der positiven Entwicklung zu erwarten, und die Steuerbelastung sollte wieder geringer ausfallen. Dadurch sollte das Ergebnis je Aktie auf mindestens 1,35 Euro klettern, was auf dem aktuellen Kursniveau lediglich ein KGV von 6,2 bedeutet.

Spätestens in zwei Jahren ist auch der bestehende Bilanzverlust ausgeglichen, so dass die Aktionäre dann auf eine Dividende hoffen können. Angesichts der günstigen Bewertung und der positiven Aussichten, speziell wenn sich die Hoffnungen im Bereich Hartglas erfüllen, sollte man in der Aktie bedenkenlos eine Position aufbauen können.


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