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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0006656101)

Rottenbucher Straße 28
D-82166 Gräfelfing
Deutschland
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Die mwb fairtrade AG hatte für den 19. Juli 2017 zur Hauptversammlung in das Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung nach München eingeladen. Wie im Vorjahr hatten sich dort rund 50 Aktionäre und Gäste eingefunden, um sich über die Perspektiven des Börsendienstleisters zu informieren, der nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2016 auch hervorragend ins laufende Jahr gestartet ist. Für GSC Research war Matthias Wahler vor Ort.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Wilhelm eröffnete die Versammlung um 10:30 Uhr und stellte zunächst die Mitglieder der Verwaltung vor, die vollzählig zugegen waren. Ein Notar war nicht anwesend. Das Protokoll führte Rechtsanwalt Thomas Mayrhofer. Nach Abhandlung der Formalien und einigen ergänzenden Ausführungen zum Aufsichtsratsbericht übergab Herr Wilhelm das Wort an den Vorstand.


Bericht des Vorstands

Der Vorstandssprecher Thomas Posovatz begann seinen Vortrag mit einem Überblick über das Marktumfeld, das immer wieder neue Herausforderungen bereithält. Das Geschäftsjahr 2016 begann mit dem schlechtesten Börsenstart seit 25 Jahren. Später folgten die Brexit-Entscheidung, die Wahl von Donald Trump und das italienische Verfassungsreferendum. Die Märkte ließen sich von diesen oft überraschenden Entwicklungen aber immer weniger beeindrucken. Als Theresa May anlässlich der Wahl die Mehrheit im Kabinett verlor, zuckten sie nicht einmal mehr.

Diese Unbeirrbarkeit ist nach Meinung von Herrn Posovatz durchaus beeindruckend. Seit 2016 gibt es nun einen gesunden Bullenmarkt, und die Bullen lassen sich von politischen Veränderungen nicht so leicht einschüchtern. Gleichwohl hat es immer wieder große Schwankungen gegeben. Und diese erwiesen sich für die mwb im vergangenen Jahr als segensreich. Herr Posovatz freute sich von einem außerordentlich guten, ja dem besten Ergebnis seit dem Jahr 2000 berichten zu können.

Mittlerweile spricht nach seinem Eindruck Vieles dafür, dass die schon fast totgesagte Skontroführung, also das Kerngeschäft der mwb, vor einer Renaissance steht. Dies führte dazu, dass die mwb im Geschäftsjahr 2016 sowohl beim Provisions- wie auch beim Handelsergebnis deutlich verbessern konnte.

Das Provisionsergebnis legte um 17 Prozent auf 3,0 (Vorjahr: 2,6) Mio. Euro kräftig zu. Dazu beigetragen haben weitere Fonds-Skontren in Hamburg und eine Reihe neuer Titel, die die mwb an der Börse München betreut. Insgesamt führt die mwb inzwischen 24.000 Orderbücher an sechs Börsenplätzen in Deutschland. Das ist der höchste Stand der Firmengeschichte und Herr Posovatz sieht dies als Beweis dafür, dass man der mwb vertraut.

Das Handelsergebnis verbesserte sich um 5 Prozent auf den Rekordwert von 12,1 (11,6) Mio. Euro. Als Grund nannte der Vorstandssprecher zum einen die hohe Volatilität an den Märkten. Außerdem scheinen die Privatanleger mangels Alternativen langsam an die Börse zurückzukehren. Die Aktienquote am Geldvermögen der deutschen Privatanleger erhöhte sich von knapp 7 Prozent auf mehr als 10 Prozent. Mehr als 40 Prozent sind aber immer noch Spareinlagen und Bargeld, das Potenzial ist also weiterhin enorm.

Den guten Erträgen stand ein moderater Zuwachs bei den Kosten gegenüber. Der Personalaufwand erhöhte sich vor allem wegen höherer Bonuszahlungen um 5 Prozent auf 4,9 (4,7) Mio. Euro. Unverändert sind 53 Mitarbeiter bei mwb fairtrade beschäftigt. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 4 Prozent auf 8,9 (8,5) Mio. Euro. Bereinigt um den Effekt aus dem Verkauf der XCOM-Beteiligung lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit mit 1,3 (0,7) Mio. Euro bereits deutlich höher als 2015. Zum dritten Mal in Folge war es positiv.

Hinzu kommt ein Gewinn von 2,2 Mio. Euro aus dem Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG. Die Trennung von diesen Anteilen hatte, wie Herr Posovatz betonte, rein finanzielle und beteiligungspolitische Gründe. Die FinTech Group AG als neue Mehrheitsgesellschafterin hat einen sehr attraktiven Preis geboten, und mit einer Beteiligung von 9,4 Prozent war die mwb ohnehin nicht in der Lage, strategische Entscheidungen zu beeinflussen. In diesem Zusammenhang stellte er klar, dass diese Veräußerung nicht das Ende der Geschäftsbeziehung bedeutet. Die mwb nutzt nach wie vor die Handelsunterstützungssoftware von XCOM.

Nach Hinzurechnung des Verkaufserlöses verfünffachte sich das Jahresergebnis auf 3,4 Mio. Euro. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken wurden nur in sehr geringem Umfang vorgenommen. Entsprechend erhöhte sich das Eigenkapital deutlich auf 12,0 (9,3) Mio. Euro. Hinzu kommen noch die Beträge aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken mit fast 5 Mio. Euro. Bei einer Bilanzsumme von 19,6 (19,8) Mio. Euro ist die Finanzierung also überaus solide.

Nachdem viele Jahre auf die Zahlung einer Dividende verzichtet wurde, um die Substanz der Gesellschaft nicht anzugreifen, lautete der Vorschlag an die Hauptversammlung diesmal, quasi als Belohnung für die lange Geduld den vollen Veräußerungsgewinn aus der XCOM-Transaktion auszuschütten. Das sind 0,33 Euro je Aktie, die auch noch steuerfrei aus dem steuerlichen Einlagenkonto ausgezahlt werden. Herr Posovatz wollte aber nicht von einer Sonderdividende sprechen. Die Aktionäre sollen einfach am laufenden Geschäftserfolg beteiligt werden.

Sehr gerne warf der Vorstandschef im Anschluss einen Blick auf die Aktie, die im Geschäftsjahr 2016 mit einem Plus von 13 Prozent auf 1,52 Euro schon gut performt hat. Daran sieht er aufgezeigt, dass die kritische Sicht auf Skontroführer und Börsendienstleister einem zunehmenden Vertrauen weicht. Noch stärker ging es im laufenden Jahr voran. Nach der Dividendenbekanntmachung und der Meldung über den weiterhin positiven Geschäftsverlauf sprang der Kurs auf aktuell 3,80 Euro weiter nach oben. In dieser Kursentwicklung sieht Herr Posovatz die erwähnte Renaissance der Skontroführung und die Erwartung der Anleger auf ein gutes Jahr 2017 aufgezeigt.

Die Phase des Aufschwungs will der Vorstand nutzen, um das Geschäftsmodell zu überdenken und zu optimieren. Im Mittelpunkt steht nach seiner Aussage im laufenden Jahr die Wiederbelebung des Kapitalmarktgeschäfts als zweites Standbein neben dem Wertpapierhandel, also der Skontroführung. In den vergangenen Jahren war dieses Segment vernachlässigt worden. Es hat auch kaum Transaktionen gegeben. Die Tätigkeit beschränkte sich auf Listings im Freiverkehr, mit denen aber nicht viel zu verdienen ist. So hat das Geschäftsfeld „Kapitalmarkt“ in den letzten Jahren nur etwa 1 Prozent zum Ergebnis beigetragen.

„Doch der Wind hat sich gedreht“, erklärte Herr Posovatz. In den letzten Wochen gab es mit Vapiano und Delivery Hero wieder zwei große Neuemissionen. Die mwb will sich indes eher um mittelständische Unternehmen kümmern und diese nicht nur beim Börsengang, sondern auch bei der Begebung von Anleihen begleiten. Mit Kai Jordan, ehemals Vorstand der Steubing AG, wurde ein neuer Bereichsvorstand für das Kapitalmarktgeschäft gefunden, das künftig unter der Bezeichnung „Corporates & Markets“ geführt wird. Es umfasst laut Herrn Posovatz alle Dienstleistungen, die nicht unmittelbar mit der Skontroführung zu tun haben.

Der Vorstand verspricht sich von der Ausweitung des Kapitalmarktgeschäfts gleich mehrere positive Effekte. Erstens können das Standing und das Image am Markt verbessert werden. Die mwb wird nach seinem Eindruck noch viel zu häufig als reine Wertpapierhandelsbank gesehen. Dabei verfügt sie seit über zehn Jahren über eine Emissionslizenz. Zweitens können durch die Ausweitung des Geschäfts interne Synergieeffekte gehoben werden und drittens wird die mwb durch das zweite Standbein unabhängiger vom zyklischen Wertpapierhandel.

Nachdem die Gesellschaft im Geschäftsfeld Corporates & Markets auch stärker nach außen auftreten will, wurde Herrn Posovatz zufolge auch der Markenauftritt verändert. Das Firmenlogo wurde behutsam weiterentwickelt und der Namensbestandteil „fairtrade“ entfernt – allerdings nur aus dem Logo. Offiziell bleibt der Name unverändert. Auch auf der Homepage stehen die beiden Geschäftsfelder „Wertpapierhandel“ und „Corporates & Markets“ nun gleichberechtigt nebeneinander.

Der Firmenchef leitete dann über zu den Zahlen des ersten Halbjahres 2017, die hervorragend ausgefallen sind. Das Provisionsergebnis lag mit 2,5 (1,4) Mio. Euro um 82 Prozent, das Handelsergebnis mit 8,3 (6,0) Mio. Euro um 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit konnte sogar um 316 Prozent auf 2,7 (0,7) Mio. Euro verbessert werden und der Halbjahresüberschuss legte auf 2,0 (0,7) Mio. Euro zu. Inklusive des Fonds für allgemeine Bankrisiken, dem weitere 0,5 Mio. Euro zugeführt wurden, beträgt das Eigenkapital vor der Dividendenzahlung rund 20 Mio. Euro.

Herr Posovatz dämpfte aber sogleich zu hohe Erwartungen an die zweite Jahreshälfte. Es gibt, wie er betonte, nach wie vor viele Unwägbarkeiten, unter anderem die Wahlen im September und eine mögliche Zinswende der EZB. Es ist auch offen, ob sich der Bullenmarkt an der Börse weiter fortsetzt. Insofern bat er um Verständnis, dass eine verlässliche Prognose wieder einmal unmöglich ist. Grundsätzlich zeigte sich der Vorstandssprecher indes weiter optimistisch. Insbesondere wertet er positiv, dass die wieder rückläufige Volatilität in der ersten Jahreshälfte dem Handel nicht geschadet hat. 


Allgemeine Aussprache


In der folgenden Debatte gab es fünf Wortmeldungen. Zunächst sprachen Davide Brancaleoni von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) und Sören Merkel für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Ihnen folgten die Aktionäre Volker Graf, Eckhard Stauffenberg und Carsten Stern, dem Chefredakteur des „Nebenwerte-Journals“, als Vertreter von Bernd Günther aus Hamburg. Er war von dem Investor aus der Hansestadt explizit gebeten worden, dem Vorstand seine Glückwünsche zu dem exzellenten Ergebnis zu überbringen.

Auch alle anderen Redner drückten Lob und Anerkennung aus. Im Geschäftsjahr 2016 war das Ergebnis zum dritten Mal in Folge positiv. Außerdem konnte ein hoher Sonderertrag durch den Verkauf der XCOM-Beteiligung erzielt werden, aus dem die Aktionäre nun eine üppige Dividende erhalten, die, wie Herr Merkel hervorhob, in diesem Umfang wohl keiner erwartet hatte. Der mwb-Aktie hat diese Entwicklung, wie es Herr Graf formulierte, neues Leben eingehaucht, und zwar nicht nur dem Kurs, sondern auch dem Handelsvolumen. Erstmals seit Jahren ist es wieder möglich, mit der mwb-Aktie Geld zu verdienen.

Mehrfach kam die Frage auf, welche Dividendenpolitik die Aktionäre in den nächsten Jahren erwarten können, nachdem ja nun, wie der Vorstand glaubhaft dargelegt hat, eine Phase stabiler Erträge und mit weniger Ergebnisschwankungen zu erwarten ist. Laut Herrn Posovatz steht die Aussage aus der Vergangenheit, wonach in der Regel rund 50 Prozent des Ergebnisses ausgeschüttet werden sollen. Allerdings könnte es auch in Zukunft immer einmal wieder größere Investitionen ins operative Geschäft geben. Dann könnte es gegebenenfalls weniger werden.

Alle Redner baten um weitere Informationen zu den Plänen im Kapitalmarktgeschäft, also dem Segment „Corporates & Markets“, das nun wieder stärker in den Fokus gerückt werden soll. Verschiedene Aktionäre drückten ihre Skepsis aus, was die Pläne mit den Mittelstandsanleihen angeht. In diesem Markt hat es in der Vergangenheit zu viele Skandale gegeben.

Zu diesem Thema äußerte sich Vorstandsmitglied Franz Christian Kalischer. Er stimmte zu, dass Mittelstandsanleihen natürlich ein heißes Thema sind. Es handelt sich ganz klar um Risikopapiere, das zeigt sich schon in dem zumeist recht hohen Kupon, und dies muss den Anlegern entsprechend vermittelt werden. In der Vergangenheit haben dies einige Marktteilnehmer nicht getan. Grundsätzlich sieht der Vorstand in diesem Markt gute Chancen.

Herr Merkel fragten nach den konkreten Erwartungen im Geschäftsfeld Corporates & Markets. In den letzten Jahren war dieses mit einem Ergebnisbeitrag von 1 Prozent ja praktisch nicht spürbar gewesen. Im Geschäftsbericht hatte er nun die Aussage gefunden, dass 2017 ein rückläufiges Provisionsergebnis im Bereich Skontroführung erwartet wird, welches durch die Einnahmen aus dem Bereich Corporates & Markets überkompensiert werden soll. Allerdings steigen ja auch die Kosten.

Dies betreffend stellte Herr Kalischer klar, dass durch die Verstärkung des Geschäftsfelds keine größeren Anlaufverluste zu erwarten sind. Dies wird schon dadurch vermieden, dass die Bezahlung der Mitarbeiter bei mwb fairtrade grundsätzlich stark provisionsgetrieben erfolgt. Nach der aktuellen Planung wird in dem Segment bereits 2017 mindestens der Break-even erreicht.

Auf Nachfrage von Herrn Graf ergänzte Herr Posovatz, dass in letzter Zeit bereits einige Werte im Freiverkehr eingeführt worden sind. Daraus konnte aber kein nennenswerter Ergebnisbeitrag realisiert werden. Eventuell kann im Herbst nun der IPO eines Bonds mit einem Emissionsvolumen von 25 Mio. Euro realisiert werden. Darüber hinaus gibt es weitere Projekte, aber noch nichts Konkretes. 

Wichtig war Herrn Merkel und Herrn Stern die Frage, woraus das tolle Ergebnis im ersten Halbjahr 2017 resultiert, das die Marktteilnehmer sehr positiv überrascht hat. Mit zweistelligen Zuwächsen im Provisions- und im Handelsergebnis lief es deutlich besser, als man hätte erwarten können. Der DSW-Sprecher äußerte die Vermutung, dass der hohe Gewinn zum Teil aus Sondereffekten resultiert, was Herr Posovatz verneinte.

Wie er darlegte, haben sich verschiedene Sachverhalte positiv ausgewirkt. Die Führungsstruktur der Händlerschaft wurde umgestellt und ein Handelsunterstützungssystem eingesetzt. Es gelang zudem, die Volatilität der Märkte positiv zu nutzen. Zudem erhöhte sich das Provisionsergebnis durch die Handelsaufnahme zusätzlicher Immobilienfonds in Hamburg, und der bessere Verlauf im Execution-Geschäft wirkte sich auf beide Bereiche positiv aus. Nicht zuletzt stiegen die Kosten deutlich unterproportional, was zusätzlich einen ordentlichen Hebel für das Ergebnis bedeutet.

Mehrfach kam mit Blick auf die hervorragende Geschäftsentwicklung in der ersten Jahreshälfte die Bitte nach einer zumindest groben Abschätzung der Perspektiven für das Gesamtjahr. Hier stellte Herr Posovatz klar, dass eine Hochrechnung der Zahlen der ersten sechs Monate natürlich nicht seriös ist. Im Übrigen bat er mit Blick auf die vielen Unwägbarkeiten um Verständnis für seine Zurückhaltung. Im Moment ist an der Börse das klassische Sommerloch mit niedrigeren Umsätzen zu beobachten. Das muss allerdings nicht zwingend ein schlechteres Ergebnis bedeuten. Und es kann weiterhin viel passieren.

Weiter interessierte den DSW-Sprecher, warum Aufsichtsratsmitglied Dr. Thomas Ledermann den Aufsichtsrat verlassen will. Als sein Nachfolger war unter TOP 6 Hendrik Janssen vorgesehen, der sich der Hauptversammlung zuvor schon kurz vorgestellt hatte. Der 39Jährige gehört ebenso wie Dr. Ledermann dem Vorstand der BÖAG Börsen AG an, unter deren Dach sich die Börsen Hamburg, Hannover und Düsseldorf befinden.

Zu diesem Thema äußerte sich Dr. Ledermann persönlich. Wie er darlegte, hat er im April eine Position im Verwaltungsrat einer Bankenholding übernommen. Damit verbunden ist eine Mandatsbeschränkung, weshalb er das Amt bei mwb fairtrade nun niederlegen müsse, was ihm nicht leichtfalle. Er werde dem Unternehmen aber eng verbunden bleiben. In Herrn Janssen sieht er im Übrigen einen überaus fähigen Nachfolger. 

Des Weiteren sprach Herr Brancaleoni die IT-Sicherheit an. Dies ist, wie Herr Kalischer nur bestätigen konnte, ein sehr wichtiges Thema. Bei mwb fairtrade sind zwei Mitarbeiter alleine für diesen Bereich zuständig und zusätzlich sind vier Fremddienstleister beauftragt. Krimielle Angriffe auf die IT gibt es immer wieder. Bisher ist aber noch nie etwas passiert, was den Handel durch Einflüsse von dieser Seite gestoppt hätte.

Auf Nachfrage von Herrn Graf nach dem Grund für die Ausweitung auf 24.000 Skontren informierte der Vorstandssprecher, dass in den letzten Jahren neue Orderbücher in Hamburg und in München hinzugekommen sind. Speziell in München hat sich die mwb einige Werte mit schönen Umsätzen ausgesucht. Bis Ende 2017 werden es wohl mindestens 27.000 Skontren sein, nachdem die mwb im laufenden Jahr einen kompletten neuen Bereich übernimmt.

Ferner erkundigte sich der Aktionär nach den Plänen, die der Vorstand mit den 325.000 eigenen Aktien verfolgt, die sich zum Bilanzstichtag im Besitz der Gesellschaft befunden haben. Hier rief Herr Posovatz in Erinnerung, dass die mwb diese Anteile zu 1,23 Euro von der XCOM erworben hat. Zugleich stellte er klar, dass dies nichts mit der Veräußerung dieser Beteiligung zu tun hatte. Die Aktien wurden im ersten Halbjahr 2017 verwendet, um die hohe Nachfrage am Markt zu bedienen. Einen Effekt auf das Ergebnis hatte dies nicht, der Verkaufserlös erhöhte lediglich das Eigenkapital. Aktuell befinden sich noch rund 20.000 eigene Aktien im Bestand.
 
Weiter informierte der Vorstandssprecher auf Nachfrage von Herrn Graf, dass es keine Veränderungen in der Aktionärsstruktur gegeben hat. Nach den vorliegenden Meldungen ist die BÖAG Börsen AG mit 25,1 Prozent beteiligt und die FMNP Beteiligungs GmbH hält 19,8 Prozent der Anteile. Die Anregung des Aktionärs, den Aktienchart künftig wieder im Geschäftsbericht abzudrucken, nahm Herr Posovatz gerne auf.

Herr Stauffenberg wollte wissen, wie sich die Cost-Income-Ratio errechnet, die im Geschäftsbericht mit 91 (93) Prozent angegeben ist. Nach Aussage von Herrn Posovatz wurden hier einfach die Kosten von 13,8 (13,2) Mio. Euro ins Verhältnis zu den gesamten Erlösen von 15,2 (14,1) Mio. Euro gesetzt. Das Ergebnis aus dem XCOM-Verkauf ist nicht enthalten. Für das erste Halbjahr 2017 ergibt sich rechnerisch eine Cost-Income-Ratio von 74 Prozent. Allerdings ist diese Kennzahl bei mwb keine Steuerungsgröße.


Abstimmungen

Herr Wilhelm verkündete die Präsenz mit 5.887.891 Aktien. Bezogen auf das gesamte Grundkapital von 7.473.700 Euro, eingeteilt in ebenso viele Aktien, entsprach dies einer Quote von 78,78 Prozent.

Alle Beschlüsse, im Einzelnen die Dividende von 0,33 Euro (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl der BDO AG zum Abschlussprüfer (TOP 5) sowie die Wahl von Hendrik Janssen in den Aufsichtsrat anstelle von Dr. Thomas Ledermann (TOP 6), wurden einstimmig oder nahezu einstimmig gefasst.

Um 13 Uhr schloss der Vorsitzende die Versammlung.


Fazit

Das Geschäftsjahr 2016 verlief erfolgreich für die mwb fairtrade AG. Sowohl das Provisions-  wie auch das Handelsergebnis konnten deutlich gesteigert und das operative Ergebnis nahezu verdoppelt werden, obwohl das Marktumfeld allenfalls durchwachsen war. Hinzu kam ein Sonderertrag von 2,2 Mio. Euro aus dem Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG. Dies hinzugerechnet verfünffachte sich das Jahresergebnis auf 3,4 Mio. Euro oder 0,47 Euro je Aktie und damit den besten Wert seit dem Jahr 2000.

Nachdem die Aktionäre jahrelang auf eine Ausschüttung verzichten mussten, beschloss die Hauptversammlung diesmal eine Dividende von 0,33 Euro. Damit wird der komplette Gewinn aus der XCOM-Veräußerung ausgeschüttet. Das ist natürlich ein einmaliger Vorgang. Allerdings sieht es mit Blick auf die hervorragende Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2017 ganz danach aus, also ob es auch im kommenden Jahr eine schöne Dividende geben könnte.

In den ersten sechs Monaten stieg das Handelsergebnis um 40 Prozent, das Provisionsergebnis um 82 Prozent und das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit konnte sogar um 316 Prozent auf 2,7 (0,7) Mio. Euro ausgeweitet werden – und dies alles ohne Sondereffekte. Vor der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken liegt der Gewinn je Aktie bereits bei mehr als 0,30 Euro. Kein Wunder, dass der Aktienkurs in den letzten Monaten auf in der Spitze mehr als 4 Euro geradezu explodiert ist.

Natürlich kann man das Halbjahresergebnis nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen. Aber selbst wenn im dritten und vierten Quartal nur noch kleine Beträge hinzukommen, ist die Aktie attraktiv bewertet, zumal sich durch die Wiederbelebung des Kapitalmarktgeschäfts als zweites Standbein neben der Skontroführung zusätzliche Chancen eröffnen. Bei einer angepeilten Ausschüttungsquote von 50 Prozent erscheint im kommenden Jahr eine Dividende von 0,15 bis 0,20 Euro durchaus realistisch.


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