MAXDATA AG (ISIN DE0006581309)

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HV-Bericht MAXDATA AG

NM-Unternehmen mit satten 8,5 Prozent Dividendenrendite


Die diesjährige Hauptversammlung des in Marl ansässigen Herstellers von Computern und Monitoren fand am 29. Mai 2002 im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhallen statt. Die rund 300 Aktionäre, Gäste und Pressevertreter, darunter Alexander Langhorst von GSC Research, wurden vom Aufsichtsratsvorsitzenden Siegfried Kaske sehr herzlich begrüßt. Nach Erledigung der üblichen Formalien erteilte er dem Vorstandsvorsitzenden Holger Lampatz das Wort.


Bericht des Vorstands

Der Vorstandsvorsitzende Lampatz begrüßte die Erschienenen ebenfalls sehr herzlich und dankte für das Interesse an der Gesellschaft. Zu Beginn seiner Ausführungen ging der Vorstandschef auf die aktuellen Entwicklungen am Neuen Markt ein und äußerte sich positiv über die dort aktuell stattfindende Marktbereinigung sowie die Rückbesinnung auf fundamentale Werte und profitable Unternehmen.

Diese Entwicklung wird sich nach Überzeugung des Vorstandschefs mittelfristig auch positiv auf die Bewertung der MAXDATA auswirken. Das aktuelle Kursniveau von rund 5,80 Euro, entsprechend einer Marktkapitalisierung von 168 Mio. Euro, bei einem Cash-Flow von 1,61 Euro je Aktie sowie die gute Positionierung im Markt lässt nach Aussage von Herrn Lampatz Analysten der MAXDATA-Aktie eine überaus moderate Bewertung bescheinigen.

Im ausgesprochen schwierigen Umfeld des Jahres 2001 konnten 412.000 PC-Systeme verkauft werden, damit liegt man weiterhin unter den TOP 10 der IT-Anbieter in Europa. Die Marke „Belinea“ konnte mit einer abgesetzten Stückzahl von 954.000 Monitoren den Rang des größten Produzenten in Deutschland erfolgreich behaupten. Im Berichtsjahr wurde ein Umsatz in Höhe von 752 Mio. Euro erzielt. Die Verringerung gegenüber dem Vorjahr um 15,8 Prozent resultiert laut Vorstand aus der allgemein negativen und deutlich rückläufigen Marktentwicklung. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern ist der Rückgang bei MAXDATA noch vergleichsweise moderat ausgefallen.

Das Betriebsergebnis konnte dagegen um 107 Prozent auf knapp 16 (Vj.: 7,8) Mio. Euro gesteigert werden. 33,4 Prozent der Umsatzerlöse resultieren aus dem Bereich Monitore und Displays der Marke „Belinea“, 56,6 Prozent wurden mit MAXDATA PCs, Servern und Notebooks erzielt. Der verbleibende Restbetrag entfällt auf die Bereiche Zubehör, Software und Dienstleistungen. Der operative Cash-Flow konnte um 69 Prozent auf 62,5 Mio. Euro gesteigert werden. Aufgrund der Aktivierung latenter Steuern auf im Jahr 2001 aufgebaute steuerliche Verlustvorträge, die sich aus einem Step-up-Modell im Konzern ergaben, lag der Konzernüberschuss mit 11,4 Mio. Euro leicht unterhalb des Vorjahresniveaus.

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte ein Umsatz von 152 Mio. Euro erzielt werden, als Grund für den Rückgang von 61 Mio. Euro gegenüber dem ersten Quartal 2001 nannte der Vorstandschef, das zum damaligen Zeitpunkt noch kaum eingetrübte Marktumfeld. Das Betriebsergebnis lag bei 0,5 Mio. Euro nach 7,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Die Rohertragsmarge lag bei 14,3 Prozent.

Als Gründe für die positiven Ergebnisse im schlechten Umfeld führte Herr Lampatz umfangreiche Kosteneinsparungs- und Optimierungsmaßnahmen, die stringente Bündelung des Einkaufsvolumens, Senkung von Personalaufwendungen, die Einführung einer konzernweit einheitlichen Warenwirtschaft und Transaktionslandschaft basierend auf SAP/R3 sowie die Optimierung der Sortimentspolitik hin zu margenstärkeren Produktlinien wie TFT-Flachbildschirme sowie die Server-Technologie an. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen sowie der noch stärkeren Ausrichtung auf die Built-to-Order-Produktion, wurden im Berichtszeitraum 10,5 Mio. Euro investiert.

Ausgehend von der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Situation erläuterte der Vorstandsvorsitzende die Notwendigkeit eines offensiveren Vorgehens, um mit aller Kraft neue Marktanteile erschließen zu können. Derzeit entfallen 32 Prozent der Umsatzerlöse auf den europäischen und 68 Prozent auf den deutschen Markt. Die bereits bestehenden Auslandsniederlassungen sollen in diesem Geschäftsjahr um weitere Stützpunkte ergänzt werden. Die Gesellschaft in Spanien hat bereits den operativen Betrieb aufgenommen, die Gesellschaften in Italien und Polen sollen im weiteren Jahresverlauf folgen.

Die Bilanzsumme stieg um 4,5 Prozent auf 349 Mio. Euro, der Anteil liquider Mittel legte erheblich von 42 auf 108 Mio. Euro zu. Die Vorräte konnten dank eines verbesserten Bestandsmanagements um 24 auf 60 Mio. Euro reduziert werden. Die Eigenkapitalquote bewegte sich mit 59,3 Prozent auf einem hohen Niveau, unter Herausrechnung einer zum Bilanzstichtag bestehenden US-Dollar-Swap-Position lag diese sogar bei 63,3 Prozent.

Je Stückaktie wird eine Dividende in Höhe von 0,50 Euro ausgeschüttet. Die Ausschüttung erfolgt brutto für netto, da die Ausschüttungssumme dem steuerlichen Einlagekonto gemäß Paragraph 27 entstammen. Auf dem aktuellen Kursniveau ergibt sich eine Nettodividendenrendite von 8,6 Prozent. Die Stückzahl der im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien bezifferte Herr Lampatz auf eine Million Stück, zum Erwerb wurden 9,269 Mio. Euro aufgewendet. Im Berichtszeitraum wurden 259.819 Aktien zu einem Gesamtpreis von 2,333 Mio. Euro erworben.

Im weiteren Verlauf erläuterte der Vorstandsvorsitzende die Tagesordnungspunkte und dabei insbesondere die von der Hauptversammlung abzusegnenden Gewinnabführungsverträge mit den beiden 100prozentigen Tochtergesellschaften MAXDATA Systeme GmbH sowie der MAXDATA International GmbH. Hintergrund für diese Verträge sind laut Vorstandschef steuerliche Überlegungen.

Zum Abschluss seiner Ausführungen erläuterte Herr Lampatz das Geschäftsmodell der MAXDATA AG, basierend auf der zielgruppenspezifischen Ausrichtung des Unternehmens auf die Bedürfnisse der Geschäftskunden, dem leistungsfähigen indirekten Vertrieb sowie die auf Kundenbedürfnisse ausgerichtete hohe Integrationskompetenz.

Zur noch besseren Umsetzung des Geschäftsmodell wurde die MAXDATA im vergangenen Geschäftsjahr organisatorisch neu ausgerichtet und besteht nun aus den zwei Säulen „Factory bzw. Services“ auf der einen und „International Sales“ auf der anderen Seite. Während im ersten Bereich alle Aktivitäten beginnend beim Einkauf über die Fertigung bis hin zu den verschiedenen Serviceleistungen gebündelt sind, wurden unter dem Dach des zweiten Bereiches alle Vertriebsgesellschaften und vertriebsorientierten Bereiche gebündelt.

In der nahen Zukunft erwartet der Vorstandsvorsitzende einen knallharten Verdrängungswettbewerb im IT-Sektor, der zeigen wird, welche Unternehmen sich dauerhaft am Markt behaupten können. Für das laufende Jahr erwartet die Gesellschaft keine konjunkturelle Erholung. Die Erreichung der Umsatzplanung von 750 Mio. Euro bei einem Ergebnis von 8 bis 9 Mio. Euro will man angesichts der nach wie vor schlechten Rahmenbedingungen durch deutliches Stückzahlenwachstum und die Erschließung neuer Marktanteile im In- und Ausland erreichen.


Allgemeine Diskussion

Frau Demke, Vertreterin der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK), zeigte sich zufrieden mit der vorgeschlagenen Dividendenzahlung, die überdies aus verdientem Geld erfolgt. Wenngleich die im vergangenen Jahr angekündigten EBITDA-Werte im vorliegenden Geschäftsbericht verfehlt wurden, wies Frau Demke darauf hin, dass die MAXDATA AG trotz allem zu den wenigen soliden Aktien am Neuen Markt gehöre. Bezugnehmend auf die Frage der SdK-Vertreterin nach der künftigen Dividendenpolitik legte Vorstandschef Lampatz dar, dass man maximal das ausschütten könne und werde, was auch verdient wird.

Im Zusammenhang mit den in den vergangenen Monaten aufgetretenen Unregelmäßigkeiten bei einer Reihe von Neuer Markt Unternehmen erkundigte sich die SdK-Sprecherin nach möglichen Plänen für einen Segmentwechsel. Finanzvorstand Stiegler erklärte hierzu, dass ein Segmentwechsel derzeit nicht angestrebt wird. Vielmehr erwarte man von der derzeitigen Bereinigung am Neuen Markt eine mittelfristige Qualitätssteigerung der dort noch gehandelten Unternehmen. Wichtiger als in diesem Punkt irgendwelchen Modetrends hinterherzulaufen sei es, die Märkte durch gute operative Ergebnisse zu überzeugen, darauf werde sich MAXDATA weiterhin konzentrieren.

Des Weiteren erkundigte sich Frau Demke nach dem aktuellen Stand der Auslandsexpansion sowie dem mittelfristig angestrebten Exportanteil am Gesamtumsatz. Der Vorstand antwortete hierauf, dass man anstrebt, in den kommenden 5 Jahren einen Exportanteil von über 50 Prozent zu erreichen. Eine Untersuchung des renommierten Marktforschungsinstituts Dataquest lässt laut Vorstand im osteuropäischen Bereich in den kommenden 5 Jahren ein durchschnittliches Marktwachstum von 13,2 Prozent erwarten, der Wert für Westeuropa soll sich laut dieser Studie bei rund 8 Prozent bewegen.

Vor diesem Hintergrund habe man sich entschieden, im polnischen Markt aktiv zu werden. In den übrigen Ländern ist MAXDATA über eine Reihe von Distributoren vertreten und profitiert somit indirekt von den Zuwächsen. Ebenfalls plant man laut Vorstandsaussage, in weiteren drei Ländern aktiv zu werden. Die Niederlassung in Spanien hat bereits im März diesen Jahres den operativen Betrieb aufgenommen, weitere Niederlassungen in Italien und Polen sollen im weiteren Jahresverlauf folgen.

Bezugnehmend auf die im vergangenen November bei verschiedenen Mitbewerbern aufgetretenen Lieferengpässe von Komponenten für TFT-Displays erkundigte sich Frau Demke nach Auswirkungen bei MAXDATA. Vorstandsmitglied Gut antwortete hierauf, dass es im TFT-Bereich keinerlei Lieferprobleme gegeben habe. Einziges Problem dieser Art sei ein Lieferengpass bei INTEL gewesen, die eine bestimmte CPU nicht pünktlich ausliefern konnte. Von diesem Problem waren nach Aussage von Herrn Gut alle Wettbewerber in gleichem Maße betroffen. MAXDATA habe den Kunden Alternativen zu den fehlenden CPUs angeboten, die von den Kunden überwiegend positiv aufgenommen wurden.

Hinsichtlich des Siegeszuges der TFT-Technologie bei Monitoren erkundigte sich Frau Demke nach den aktuellen Anteilen von TFT-Monitoren und herkömmlichen Modellen an den Gesamtstückzahlen sowie dem künftigen Trend. Der aktuelle Anteil von TFT-Modellen wurde von Vorstand Gut auf aktuell rund 40 Prozent beziffert, für das kommende Jahr erwartet man rund 60 Prozent.

Herr Tüngler, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) lobte in seinen Ausführungen den detaillierten Geschäftsbericht. Das Problem der MAXDATA AG liegt nach seiner Einschätzung darin, dass die Gesellschaft „nur“ Computer verkauft und somit von manchem Anleger trotz der Solidität als langweilig abgestempelt wird. Auf Nachfrage nannte Finanzvorstand Stiegler Umsatz und operatives Ergebnis als die wesentlichen Kenngrößen der Unternehmenssteuerung bei der MAXDATA AG.

Ein weiterer Fragenkomplex von Herrn Tüngler beschäftigte sich intensiv mit den Prognosen zur künftigen Unternehmensentwicklung der MAXDATA AG. Insbesondere bat Herr Tüngler um Aufklärung, wie die Umsatz- und Ertragsprognosen angesichts der wenig erfreulichen Zahlen im ersten Quartal 2002 aussehen.

Der Vorstand verwies in seiner Antwort auf die saisonal bessere Orderlage im zweiten Halbjahr sowie möglichen Aufhellungen am konjunkturellen Horizont. Insgesamt halte man der Umsatzprognose von 750 Mio. Euro bei einem EBIT von rund 8,9 Mio. Euro fest. Auch in den Monaten April und Mai bewege man sich innerhalb der Planungen. Auf erneute Nachfrage wies der Vorstandsvorsitzende darauf hin, dass die internen Plandaten traditionell nicht veröffentlich werden.

Bezogen auf den Bereich Dienstleistungen erkundigte sich der DSW-Vertreter nach möglichem zusätzlichen Potential aus diesem Bereich. Der Vorstand führte hierzu aus, dass unter dem Bereich Dienstleistungen zum einen der Service zu Produkten, Logistikservice (z.B. schneller Umtauschservice u.a.) sowie Consulting im Zusammenhang mit Netzlandschaften und Servern angesiedelt sind. Das Marktpotential ist in diesem Bereich nach Vorstandsangabe jedoch beschränkt, da man mit diesen Dienstleistungen die eigenen Kunden unterstützen will, ohne mit ihnen jedoch in direkten Wettbewerb bei Drittkunden zu treten.

Weitere Nachfragen von Herrn Tüngler bezogen sich auf Forderungsausfälle sowie Währungsabsicherungsgeschäfte bei der MAXDATA AG. Der Finanzvorstand erklärte in seiner Antwort, dass zum einen eine Kreditausfallversicherung besteht und zum anderen bei Kunden, die über diese Versicherung nicht abgesichert werden können, eine Auftragsabwicklung nur gegen Vorkasse erfolgt.

Im Zusammenhang mit den im Geschäftsbericht ausgewiesenen uneinbringbaren Forderungen in Höhe von 4,6 Mio. Euro wies der Finanzvorstand darauf hin, dass ein Großteil dieser Summe von der Kreditversicherung abgedeckt ist. Im Zusammenhang mit den Kurssicherungsgeschäften erläuterte der Vorstand, dass der Großteil der Komponenten in US-Dollar eingekauft wird (rund 86 Prozent), wohingegen die fertigen Geräte zu einem fast ebenso hohen Prozentsatz in Euro fakturiert und an die Kunden veräußert werden.

Die Nettowerbeaufwendungen für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden vom Vorstand auf Nachfrage mit 9,6 Mio. Euro oder 1,27 Prozent des Gesamtumsatzes beziffert. Im Zusammenhang mit den erzielten Einsparungen auf der Kostenseite wies der Vorstand auf die Umsetzung von einer ganzen Reihe von wichtigen Maßnahmen hin, insbesondere die konzernweite Einführung von SAP R/3. Die dadurch erzielten Einsparungen sollen sich auch in der Zukunft positiv auswirken.

Im Zusammenhang mit den im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien wollte Herr Tüngler wissen, ob bereits konkrete Pläne zur Verwendung dieser Aktien im Rahmen möglicher Akquisitionen bestehen. Der Vorstand erklärte, dass der Einsatz im Rahmen möglicher Akquisitionen denkbar ist, aktuell bestünden jedoch keinerlei konkrete Planungen.

Von den Vertretern beider Aktionärsvereinigungen wurde ein früherer Hauptversammlungstermin im kommenden Jahr angeregt, da angesichts der bundesweit über 30 parallel stattfindenden Veranstaltungen der MAXDATA AG aktionärs- und presseseitig nicht das notwendige Interesse entgegengebracht werde.

In seiner Antwort wies der Vorstand darauf hin, dass der diesjährige Termin bereits sehr langfristig im voraus festgelegt wurde, wie auf der letztjährigen Hauptversammlung von verschiedenen Rednern angeregt. Die Idee, die nächstjährige Hauptversammlung zu einem früheren Termin zu veranstalten, begrüßte der Vorstand und sagte eine wohlwollende Prüfung dieses Vorschlages zu.

Aktionär Wendt erkundigte sich ebenso wie auch sein Vorredner Herr Tüngler nach den Visionen des Managements bezüglich der künftigen Entwicklung der MAXDATA AG und des Marktumfeldes. Vorstandschef Lampatz erklärte zu diesen Fragekomplexen, dass man in der Vergangenheit bereits mit aggressiven Zielen und Visionen angetreten ist, die es nun gelte umzusetzen. An dem jetzigen Geschäftsmodell wolle man auch in den nächsten Jahren festhalten und die eingeschlagene Strategie konsequent fortführen. Herr Lampatz wies ferner darauf hin, dass er es in höchstem Masse als unseriös empfinden würde, wenn er angesichts der schwierigen Marktsituation und dem herrschenden Verdrängungswettbewerb nunmehr euphorische Aussagen tätigen würde.

Ferner kritisierte Aktionär Wendt den Vorschlag zur Wahl der Arthur Andersen zum Abschlussprüfer und schlug vor dem Hintergrund des Enron-Konkurses und der fragwürdigen Rolle der Prüfungsgesellschaft Arthur Andersen dabei die Wahl der KPMG vor. Der Aufsichtsratsvorsitzende Kaske erklärte hierzu, dass er die KPMG sehr schätze und diese auch schon wiederholt im Metro-Konzern Prüfungen durchgeführt hat. Der Aufsichtsrat habe sich intensiv mit dieser Fragestellung befasst und sei zu dem Ergebnis gekommen, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Arthur Andersen fortzusetzen. Er wies ferner darauf hin, dass die deutschen Gesellschaften nicht mehr zum weltweiten Netzwerk von Arthur Andersen gehören.

Aktionär Semmler erkundigte sich nach dem Umfang möglicher positiver Ergebniseffekte durch den steigenden Euro-Kurs. Der Vorstand meinte in seiner Antwort, dass tendenziell eine Verbesserung eintrete, dieser aber angesichts des Wettbewerbsumfeldes sehr schnell durch den Markt nivelliert wird. Insgesamt wirken sich nach Vorstandseinschätzung kurzfristige Schwankungen in diesem Bereich eher belastend für das Unternehmen aus.

Zum Abschluss beantwortete der Aufsichtsratsvorsitzende Kaske noch die von Frau Demke gestellte Frage nach den Absichten der DIVACO mit der MAXDATA-Beteiligung. Herr Kaske erinnerte zu Beginn seiner Ausführungen daran, dass die DIVACO von Anfang an in einem Zeithorizont von drei bis fünf Jahren die nicht mehr zum Kerngeschäft der Metro AG gehörenden Aktivitäten veräußern sollte und inzwischen vom anfänglichen Umsatzvolumen von 16 Milliarden Euro einen Anteil von 10 Milliarden Euro erfolgreich veräußert hat. Anlässlich der letztwöchigen Metro-Hauptversammlung (siehe HV-Bericht Metro) habe der Vorstandsvorsitzende Dr. Körber eine Beendigung des Engagements bei der DIVACO für das laufende Geschäftsjahr in Aussicht gestellt.

Entscheidend sei jedoch die Festlegung, dass Veräußerungen bei der DIVACO nicht um jeden Preis und vor allem nicht deutlich unter Wert erfolgen sollen. Es haben bereits einige Gespräche mit möglichen Interessenten stattgefunden, konkrete Verhandlungen gebe es derzeit nicht, so Kaske weiter. Sofern möglich strebe man den Einstieg eines strategischen Investors an.


Abstimmungen

Nach Beendigung der allgemeinen Aussprache gegen 12:45 Uhr wurde die Präsenz mit 21.709.548 Aktien oder 77,53 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Die Hauptversammlung stimmte allen Tagesordnungspunkten mit überwältigender Mehrheit bei zumeist nur wenigen hundert Gegenstimmen und Enthaltungen zu.

Im einzelnen wurden die folgenden Beschlüsse gefasst: Ausschüttung einer Dividende von 0,50 Euro je Stückaktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl von Arthur Andersen, Hannover, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2002 (TOP 5), die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien (TOP 6) sowie die Zustimmung der Hauptversammlung zu Gewinnabführungsverträgen zwischen der MAXDATA AG und der MAXDATA Systeme GmbH, Würselen (TOP 7), und der MAXDATA International GmbH, Marl (TOP 8).


Fazit

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der im Jahresverlauf deutlich schlechter werdenden Rahmenbedingungen ein respektables Ergebnis erzielt und kann seine Aktionäre als eine von wenigen Werten am Neuen Markt mit einer sehr attraktiven Dividendenrendite und guter Eigenkapitalausstattung erfreuen.

Positiv zu werten ist aus heutiger Sicht nach wie vor die konsequente Konzentration auf das Kerngeschäft mit der Herstellung und dem Vertrieb hochwertiger Computer-Systeme sowie Monitoren der Marke Belinea. Dank dieser Strategie und der guten Positionierung im Markt wird die Gesellschaft den derzeit deutlich spürbaren Verdrängungswettbewerb im Markt sicher wesentlich besser verkraften als in der früheren Struktur.

Ein wenig Sorge bereitet natürlich der im Vergleich zum Vorjahresquartal schwache Start ins neue Geschäftsjahr. Der Vorstand ist hier nun besonders gefordert, die Prognose für das Gesamtjahr einzuhalten und auf diese Weise den Kapitalmarkt zu überzeugen. Sofern dies gelingt, sollte diese Leistung vom Kapitalmarkt mit wieder steigenden Kursen honoriert werden.


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