OAB Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-Aktiengesellschaft (ISIN DE0006864101)

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HV-Bericht OAB Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-Aktiengesellschaft

Mit Abschluss der Neuausrichtung wird ein neues Kapitel in der Geschichte des Traditionsunternehmens aufgeschlagen


Die OAB Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-AG hatte für den 15. Juni 2021 zu einer außerordentlichen Hauptversammlung eingeladen. Nachdem sich die Aktionäre bereits im September 2020 zusammengefunden hatten, um erste Schritte zur Neuausrichtung der seit vielen Jahren inaktiven Gesellschaft zu beschließen, standen diesmal insbesondere die Neufassung der Satzung und verschiedene Kapitalmaßnahmen auf der Tagesordnung. Für GSC Research berichtet Matthias Wahler.

Der seit der letzten Hauptversammlung amtierende Aufsichtsratsvorsitzende Roman Teufl eröffnete die rein virtuell stattfindende Veranstaltung um 11 Uhr und teilte mit, dass sich neben ihm selbst vor Ort die neue Vorständin Jana Retsch, der protokollierende Notar Dr. Ralf Katschinski sowie der Stimmrechtsvertreter eingefunden haben. Die beiden anderen Aufsichtsratsmitglieder Tobias Fessel und Dr. Wolfgang Wiesmann verfolgten die Versammlung über das Internet.

Vor Einstieg in die Tagesordnung richtete Herr Teufl einen besonderen Dank an seine beiden Aufsichtsratskollegen. Sie haben sich zusammen mit ihm in den letzten neun Monaten in mehreren Sitzungen persönlich und online umfassend beraten und die notwendigen Beschlüsse gefasst, um die Gesellschaft wieder zu reaktivieren. Zugleich ging sein Dank an Frau Retsch, die im Oktober 2020 das Amt der Vorständin übernommen hat. Nachfolgend hat sie unermüdlich die vielen strategischen und aktienrechtlichen Maßnahmen angeschoben und abgearbeitet.

Zudem dankte der Vorsitzende Herrn Bernd Günther, der vor Frau Retsch viele Jahre Vorstand der OAB gewesen war und auch unter finanziellen Opfern dafür gesorgt hat, dass die traditionsreiche Gesellschaft nicht vom Kurszettel verschwindet. Man werde ihn in angenehmer Erinnerung behalten. Kurz vor Weihnachten ist Herr Günther nun 80 Jahre alt geworden. Herr Teufl wünschte ihm, dass ihn die Börse weiterhin jung halten möge.

Nach diesen Ausführungen und dem Verlesen der insgesamt sieben Tagesordnungspunkte übergab Herr Teufl das Wort an die Vorständin.


Bericht der Vorständin

Auch Frau Retsch dankte Herrn Günther für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam mit ihm habe sie die ersten Schritte zur erfolgreichen Reaktivierung der Gesellschaft aufgesetzt. Nachdem im Februar 2021 mit der erfolgreichen Umsetzung der von der Hauptversammlung im September 2020 beschlossenen Kapitalerhöhung der erste Meilenstein erreicht war, trennten sich auf seinen eigenen Wunsch hin die Wege. Auch sie wünschte Herrn Günther alles Gute für die Zukunft.

Nachfolgend verschaffte Frau Retsch einen Überblick über ihren beruflichen Werdegang. Die 47-Jährige war in den letzten 20 Jahren in verschiedenen Unternehmen in den Bereichen Akquise, Controlling und laufende Betreuung von Investorenkapital tätig gewesen und hat, teils geschäftsführend, Investitionen von über 300 Mio. Euro begleitet. Überwiegend ging es um mittelständische Unternehmensfinanzierungen. Ein wesentliches Thema war auch die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Auflagen gewesen. Mit diesem Know-how wolle sie dazu beitragen, dass mit der OAB ein erfolgreicher Neustart gelingt.

In den letzten Monaten konnten in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat bereits umfangreiche Aufgaben gelöst werden. Wie sie darlegte, gab es bis dahin bedingt dadurch, dass die OAB über lange Zeit eine inaktive Mantelgesellschaft war, nur „minimalste“ Strukturen. Um nach dem Neustart der Geschäftstätigkeit alle Vorschriften zu erfüllen, mussten unter anderem die Finanzbuchhaltung und der IT-Bereich völlig neu aufgesetzt werden. Auch das Thema Öffentlichkeitsarbeit wurde angegangen. Die Liveschaltung der neuen Website ist in den nächsten Wochen geplant.

Zugleich ging es darum, die von der Hauptversammlung im September 2020 beschlossenen Kapitalmaßnahmen in dem vorgegebenen Zeitfenster umzusetzen. Dieser Prozess konnte im Februar mit der Erhöhung des Grundkapitals von 500 TEUR auf 4,02 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen werden. Positiv hatte Frau Retsch dabei das hohe Interesse der Altaktionäre am Bezug der neuen Aktien der noch inaktiven Gesellschaft überrascht.

Der diesjährigen Hauptversammlung waren weitere umfangreiche Beschlüsse vorgeschlagen, die im Endeffekt eine wirtschaftliche Neugründung der Gesellschaft zur Folge haben werden. Das auslösende Moment ist Frau Retsch zufolge insbesondere die unter TOP 1 vorgeschlagene Satzungsänderung mit der Erweiterung des Geschäftszwecks. Dabei gilt es zu beachten, dass das zum Zeitpunkt der wirtschaftlichen Neugründung ausgewiesene Grundkapital in dieser Höhe wertmäßig auch vorhanden sein muss.

Aus diesem Grund wird der Hauptversammlung unter TOP 4 eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 4 zu 3 um 1,005 Mio. Euro auf dann 3,015 Mio. Euro vorgeschlagen. Damit soll das Grundkapital auf einen Betrag reduziert werden, der durch das vorhandene Vermögen, im Wesentlichen handelt es sich um Bankguthaben, abgedeckt ist.

Wie Frau Retsch darlegte, bestand zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2020 ein Bilanzverlust von 1,278 Mio. Euro, der mit der im September 2020 beschlossenen Kapitalherabsetzung verrechnet wurde. Damit verblieb noch ein Verlustvortrag von knapp 500 TEUR. Seither sind allerdings laufende Aufwendungen von rund 400 TEUR angefallen, so dass aktuell wieder ein Bilanzverlust von etwa 900 TEUR besteht. Mit der Kapitalherabsetzung um 1,005 Mio. Euro soll dieser Betrag ausgeglichen und zugleich noch ein kleiner Puffer für weitere erwartete Verluste geschaffen werden.

Wichtig war der Firmenchefin der Hinweis, dass durch die Kapitalherabsetzung zwar das Eigenkapital neu gegliedert wird. Die Rechte jedes Aktionärs am Vermögen der Gesellschaft bleiben aber gewahrt. Insofern halten Vorstand und Aufsichtsrat diese Maßnahme für die bestmögliche Lösung für die Gesellschaft und auch für die Aktionäre zur Erfüllung der mit der wirtschaftlichen Neugründung verbundenen Vorgaben.

Im nächsten Schritt soll. so Frau Retsch weiter, zur künftigen Stärkung der Eigenkapitalbasis und zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit mit einem soliden finanziellen Fundament eine weitere Kapitalerhöhung durchgeführt werden. Konkret soll das Grundkapital, wie unter TOP 5 vorgeschlagen, gegen Bareinlage um bis zu 1,723 Mio. Euro erhöht werden. Den Aktionären wird dabei ein Bezugsrecht im Verhältnis 7 zu 4 eingeräumt.

Zudem ist die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals in zwei Tranchen vorgesehen, einmal um 1,508 Mio. Euro und einmal um 862 TEUR. Die Ermächtigungen sollen jeweils für den maximal möglichen Zeitraum von fünf Jahren gelten. Auf diese Weise sollen laut Frau Retsch die Voraussetzungen geschaffen werden, um in den nächsten Jahren das neue Geschäftsmodell aufzubauen und gegebenenfalls flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können.

Um die aktien- und kapitalmarktrechtlichen Vorschriften zu erfüllen, war außerdem eine komplette Neufassung der Satzung vorgeschlagen. Der Geschäftszweck soll künftig neben dem Erwerb und der Verwaltung von Immobilien auch den Erwerb und das Halten von Beteiligungen umfassen. Zudem soll der Unternehmenssitz nach Hamburg verlegt und das Wirtschaftsjahr an das Kalenderjahr angepasst werden.

Die Vorständin war sich bewusst, dass der Hauptversammlung sehr umfangreiche Beschlüsse vorgeschlagen werden. Dies ist aber notwendig, um einen seit vielen Jahren inaktiven und aus einer Insolvenz hervorgehenden Börsenmantel zu reaktivieren. Außerdem soll im Interesse aller Aktionäre eine rechtlich und wirtschaftlich solide Basis für den Neustart und die langfristig erfolgreiche Existenz der Gesellschaft geschaffen werden.

Mit diesen Beschlüssen kann Frau Retsch zufolge die konzeptionelle Neuausrichtung der OAB abgeschlossen werden. Gleichzeitig eröffnet sich die Möglichkeit der zeitnahen Aufnahme der Geschäftstätigkeit auch in einem neuen Geschäftsfeld. Mit der Neuformulierung des Unternehmensgegenstands ist es der OAB künftig erlaubt, neben Immobilien und Grundstücken auch Anteile an Unternehmen jeder Rechtsform zu erwerben, zu halten und zu veräußern.

Nachfolgend ging die Firmenchefin näher auf die Pläne ein. Wie sie darlegte, bilden Vorstand und Aufsichtsrat ein erfahrenes Team mit einem breiten Netzwerk an Kontakten. Zusätzlich soll noch ein Anlagebeirat mit weiteren Kontakten zu Investoren und lukrativen Beteiligungen eingerichtet werden. Zudem gibt es Großaktionäre und private Investoren, darunter auch den Aufsichtsratsvorsitzenden, die der Gesellschaft das Kapital für das künftige Wachstum zur Verfügung stellen wollen.

Es ist geplant, die OAB als Beteiligungsgesellschaft auszurichten und ein breit gestreutes Portfolio an innovativen Unternehmen des Mittelstands sowie lukrativen Immobilienprojekten im deutschsprachigen Raum aufzubauen. Ins Profil passen Unternehmen mit bereits erprobten Geschäftsmodellen, die zu Marktführern in ihrer Branche entwickelt werden können, aber auch kleinere Gesellschaften mit hohem Innovationspotenzial.

Der Fokus soll nach Aussage der Firmenchefin auf etablierten Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit guter Marktposition und weiteren Wachstumsambitionen liegen. Diese Firmen sollen fit für die Zukunft gemacht, auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und bei der Digitalisierung der jeweiligen Geschäftsmodelle unterstützt werden. Das Ziel ist eine signifikante Effizienz- und Ertragssteigerung.

Durch die Transformation von üblicherweise nicht handelbaren Private-Equity- und Immobilienbeteiligungen in täglich gehandelte Aktien erhalten die OAB-Aktionäre damit die Möglichkeit, langfristig von den hervorragenden Perspektiven von Unternehmen aus dem Mittelstand zu profitieren. Gleichzeitig können sie jederzeit über ihr Kapital verfügen. Als zentrales Ziel benannte Frau Retsch die Steigerung des Net Asset Value (NAV) verbunden mit steigenden Kursen der OAB-Aktie.


Beantwortung der eingereichten Fragen

In der vorgegebenen Frist hatten drei Aktionäre insgesamt 16 Fragen eingereicht, die die Vorständin im Folgenden allesamt beantwortete. Die Namen der Fragesteller wurden nicht genannt.
 
Mehrfach wurden ergänzende Ausführungen zum künftigen Geschäftsmodell und dem Branchenfokus sowie den geplanten Investitionen gefordert. Dies betreffend verwies Frau Retsch auf ihre Rede und fasste nochmals zusammen. Als Beteiligungsgesellschaft soll die OAB ihren Aktionären Zugang zu einem breit gestreuten Portfolio innovativer Unternehmen des Mittelstands und renditestarker Immobilienprojekte im deutschsprachigen Raum eröffnen.

Auf Nachfrage fügte sie an, dass es bislang noch keine konkreten Investitionsvorhaben gibt. Bei der Auswahl möglicher Ziele setzen Vorstand und Aufsichtsrat auf ihr Netzwerk mit Zugang zu lukrativen Beteiligungen sowie auf den noch zu nominierenden Anlagebeirat mit zusätzlichen Kontakten zu Investoren und zu Anbietern von Beteiligungen. Sobald erste Zielunternehmen identifiziert sind, werde man dies veröffentlichen.

Weiter informierte Frau Retsch, dass die OAB grundsätzlich als langfristig orientierter Investor aufgestellt werden soll. Insofern wurde bislang keine bestimmte Exit-Strategie festgelegt. Ein etwaiger Ausstieg aus einer Beteiligung würde gegebenenfalls nach Marktlage und Opportunität erfolgen.

Ein Aktionär wollte wissen, ob sich die Pläne für die künftige Ausrichtung der Gesellschaft seit der Hauptversammlung im September 2020 verändert haben. Dies verneinte die Firmenchefin. Die aktuelle Situation entspricht hinsichtlich des neuen Geschäftsmodells den ursprünglichen Überlegungen, wie sie bereits auf der letztjährigen Hauptversammlung kommuniziert worden waren.
 
Von Interesse war ferner, ob die lange Tradition der OAB für das neue Geschäft eine unterstützende Rolle spielt. Dies kann Frau Retsch nicht erkennen. Zwar verbreitet der historische Kontext einen großen Charme. Für die neuen Aktivitäten hat dies aber keine wesentliche Bedeutung. Wie dargelegt, war die Gesellschaft über viele Jahre inaktiv und vorher in der Insolvenz. Danach wurden komplett neue Strukturen aufgesetzt und neue Ziele definiert. Die Geschichte der OAB soll aber im Interesse aller Aktionäre fortgeschrieben werden.

Steuerlich nutzbare Verlustvorträge aus der Vergangenheit sind nicht mehr vorhanden.

Weiter wurde angefragt, ob bereits Zusagen von Ankeraktionären vorliegen, dass sie an der Kapitalerhöhung teilnehmen. Nach Aussage von Frau Retsch liegen bisher keine Zusagen von Aktionären vor, dass sie ihr Bezugsrecht voll ausüben wollen. Etwaige nicht bezogene Aktien sollen den übrigen Aktionären und anderen ausgewählten Investoren angeboten werden. Natürlich ist es das Ziel, die Kapitalerhöhung voll umzusetzen, um damit auch die Voraussetzungen für das zweite genehmigte Kapital zu erfüllen.

Zum Vorgehen bei der Anfang dieses Jahres durchgeführten Kapitalerhöhung ergänzte Frau Retsch, dass die Aktien, die nicht von Altaktionären im Wege des Bezugsrechts gezeichnet worden waren, potenziellen Investoren mit einer Mindestzeichnung von 100.000 Aktien angeboten wurden. In diesem Rahmen konnten weitere 2 Millionen neue Aktien platziert werden.

Ein Aktionär hinterfragte den Sinn, dass nach der Kapitalerhöhung im Februar jetzt eine Kapitalherabsetzung durchgeführt und dann gleich wieder eine Kapitalerhöhung umgesetzt werden soll. Wie Frau Retsch mitteilte, hängt dies damit zusammen, dass es sich bei der Neuausrichtung der OAB rechtlich um eine wirtschaftliche Neugründung handelt. Die höchstrichterliche Rechtsprechung verlangt für diesen Fall, dass das zum Zeitpunkt der wirtschaftlichen Neugründung ausgewiesene Grundkapital auch tatsächlich in dieser Höhe vorhanden sein muss. Das Grundkapital muss deshalb vor weiteren Maßnahmen erst einmal entsprechend reduziert werden.

Ferner wurde die Frage gestellt, ob bei künftigen Kapitalmaßnahmen Sachkapitalerhöhungen denkbar sind. Nach Aussage von Frau Retsch wird die unter TOP 5 zur Beschlussfassung stehende Kapitalerhöhung ausschließlich gegen Bareinlage erfolgen. Bei den genehmigten Kapitalia wären dann auch Sachkapitalerhöhungen erlaubt.

Die Frage nach der derzeitigen Aktionärsstruktur konnte die Firmenchefin nicht beantworten. Wie sie ausführte, liegen keine Mitteilungen gemäß § 20 AktG vor und Stimmrechtsmeldungen müssen im Freiverkehr nicht abgegeben werden. Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass sich die Aktien im Streubesitz befinden. Zumindest ist es nicht möglich, einen Überblick über das Aktionariat zu erhalten. Jedoch hat es wie ausgeführt bei der letzten Kapitalerhöhung ein starkes Interesse der Altaktionäre am Bezug der neuen Aktien gegeben.

Pläne für einen Wechsel des Börsensegments für die derzeit nur im Freiverkehr notierte OAB-Aktie gibt es derzeit nicht.

Angefragt wurde ferner, wie die Gesellschaft mit den unrichtig gewordenen Aktienurkunden verfahren will. Der Vorschlag lautete, die Papiere ausliefern zu lassen, um sie interessierten Aktionären anbieten zu können. Wie Frau Retsch informierte, werde man versuchen, die entwerteten Aktienurkunden zu bekommen. Ob die Gesellschaft selbst sie den Aktionären anbieten wird, steht noch nicht fest.


Abstimmungen

Vor Eintritt in die Abstimmungen verkündete Herr Teufl die Präsenz. Vom gesamten Grundkapital von 4.020.361 Euro, eingeteilt in ebenso viele Aktien, vertrat der Stimmrechtsvertreter 1.976.074 Aktien. Dies entsprach einem Anteil von 49,15 Prozent. Darüber hinaus waren 816.457 Aktien im Wege der Briefwahl angemeldet. In Summe ergab sich damit eine Präsenz von 69,46 Prozent.

Alle Beschlüsse wurden bei maximal 105.000 Gegenstimmen mit Mehrheiten über 96 Prozent gefasst.

Im Einzelnen waren dies die komplette Neufassung der Satzung einschließlich Änderung des Geschäftszwecks und der Sitzverlegung nach Hamburg (TOP 1), die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals 2021 I (TOP 2), die Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis 4 zu 3 von 4,02 Mio. Euro auf 3,015 Mio. Euro (TOP 3 und 4), die Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlage im Verhältnis 7 zu 4 auf bis zu 4,738 Mio. Euro (TOP 5), die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals 2021 II (TOP 6) sowie die Festlegung der Vergütung des Aufsichtsrats mit 10.000 Euro für das einfache Mitglied, 15.000 Euro für den Aufsichtsratsvorsitzenden und 12.500 Euro für seinen Stellvertreter (TOP 7).

Um 12:31 Uhr schloss der Vorsitzende die Versammlung.


Fazit

Die Neuausrichtung der Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-AG (OAB) nimmt immer mehr Gestalt an. Nachdem Anfang des Jahres eine erste Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt werden konnte, beschloss die Hauptversammlung weitere Kapitalmaßnahmen sowie die Neufassung der Satzung inklusive einer Änderung des Geschäftszwecks. Damit ist die konzeptionelle Neuausrichtung abgeschlossen und es kann ein neues Kapitel in der Geschichte der traditionsreichen Gesellschaft begonnen werden.

Die Planung sieht vor, dass sich die OAB künftig als Beteiligungsgesellschaft an innovativen mittelständischen Unternehmen beteiligt, diese operativ auf ihrem Wachstumskurs unterstützt und damit hohe Effizienz- und Ertragssteigerungen realisiert. Die OAB-Aktionäre profitieren mit ihrem Investment somit von den vielversprechenden Perspektiven des deutschen Mittelstands. Zudem will sich die Gesellschaft an lukrativen Immobilienprojekten im deutschsprachigen Raum beteiligen.

Noch steht das Vorhaben am Anfang. Bislang wurden keine konkreten Investitionsziele identifiziert und es müssen erst einmal weitere Kapitalmaßnahmen durchgeführt werden, um über die nötigen Mittel zu verfügen. Grundsätzlich klingen die Pläne aber durchaus interessant. Nachdem die OAB-Aktie zuletzt sogar etwas zurückgekommen ist, obwohl die Neuausrichtung sichtbar voranschreitet, scheint es eine Überlegung wert, mit einem überschaubaren Investment an der Entwicklung der OAB von Anfang an teilzuhaben.

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