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RM Rheiner Management AG (vorm. Rheiner Moden AG) (ISIN DE0007018707)

Friesenstraße 50
D-50670 Köln
Deutschland
Tel.:
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Silvia Schneider
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Zu ihrer diesjährigen Hauptversammlung hatte die RM Rheiner Management AG ihre Anteilseigner am 29. August 2018 wie bereits in den Vorjahren in das „Haus am See“ an der Bachemer Landstraße in Köln eingeladen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Rudi Küfner begrüßte zwölf Aktionäre, Gäste und Vertreter der Presse, darunter Alexander Langhorst von GSC Research, und erteilte nach Erledigung der üblichen einleitenden Hinweise und Formalien den beiden Vorstandsmitgliedern Hans Peter Neuroth und Dr. Georg Issels das Wort.


Bericht des Vorstands


Nach Begrüßung der Teilnehmer zeigte sich Herr Neuroth mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2017 zufrieden und bezeichnete dieses als „sehr ordentlich“. So haben starke Erträge aus Wertpapierverkäufen trotz gestiegener Abschreibungen zu einem deutlich verbesserten Jahresüberschuss von 701 TEUR geführt. Entsprechend positiv entwickelte sich im Berichtszeitraum auch der NAV, der um 20 Prozent auf 24,00 (Vorjahr: 19,99) Euro per Ultimo 2017 zulegen konnte.

Im Einzelnen verbesserte sich der Nettoertrag aus Wertpapierverkäufen auf 833 (463) TEUR, ferner konnten sonstige betriebliche Erträge in Größenordnung von 53 (18) TEUR vereinnahmt werden. Die Erträge aus Wertpapieren des Anlagevermögens erhöhten sich auf 98 (77) TEUR, die Zinserträge lagen weiterhin bei null. Auf der Ertragsseite konnte die RM Rheiner Management laut Neuroth insbesondere bei folgenden Wertpapieren positive Erträge realisieren. Dies waren der Verkauf der Data Modul Aktien mit einem positiven Ergebniseffekt von 118 TEUR, bei der STRABAG AG im Rahmen des Squeeze-out von 86 TEUR, sowie der Lotto24 AG von 70 TEUR. Zudem konnte eine weitere Ausschüttung auf die Anleihe der Insolvenzen Mühl AG realisiert werden. Da die Anleihe bereits vollständig wertberichtigt gewesen ist, konnte der Betrag von 145 TEUR komplett ergebniswirksam vereinnahmt werden.

Auf der Aufwandsseite kletterten die Personalaufwendungen auf 70 (44) TEUR. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit der deutlichen Ergebnisverbesserung, da die beiden Vorstandsmitglieder ausschließlich erfolgsabhängig vergütet werden. Die sonstigen Aufwendungen erreichten eine Größenordnung von 75 (63) TEUR, die Abschreibungen auf Finanzanlagen erhöhten sich im Jahresvergleich auf 137 TEUR nach zuvor 66 TEUR. Wesentliche Positionen waren dabei laut Herrn Neuroth die MOBOTIX AG mit 75 TEUR sowie die K+S AG mit 25 TEUR. Zinsen und ähnliche Aufwendungen lagen bei 0 (4) TEUR. Unter dem Stricht ergibt sich bei der RM Rheiner Management AG für das Geschäftsjahr 2017 ein Jahresüberschuss von 701 TEUR nach 383 TEUR.

Sodann gab der Vorstand noch einen Überblick zur Bilanz per Ende 2017. So hat sich der Wertpapierbestand im Anlagevermögen um 153 TEUR und im Umlaufvermögen um 214 TEUR ausgeweitet. Die fünf größten Positionen im Wertpapiervermögen sind DO RM Special Situations Total Return, freenet AG, GK Software SE (Aktie und Wandelanleihe), K+S AG sowie MAX Automation. Zudem weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag eine positive Nettofinanzposition in Höhe von 248 TEUR gegenüber Banken aus. Als relativ unspektakulär und eher seitwärts orientiert zeigte sich der Kursverlauf der RM-Aktie seit der letzten Hauptversammlung.

Das Andienungsvolumen der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 per Saldo um rund 500 TEUR auf 20,53 Mio. Euro. Allerdings ist es im jetzt laufenden Jahr durch das Ende bei den Spruchverfahren bei der Vodafone Deutschland AG (frühere Mannesmann AG) ohne eine Nachbesserung zu einem deutlichen Rückgang des Andienungsvolumens um rund 7,7 Mio. Euro gekommen. Teilweise waren diese Nachbesserungsrechte auch gegen Zahlung erworben worden, hierdurch ergibt sich laut Neuroth ein entsprechender Abschreibungsbedarf von 187 TEUR. Der erfolglose Ausgang dieses Verfahrens ist für den Vorstand vollkommen unerwartet gekommen und natürlich entsprechend unbefriedigend.

Aktuell größte Positionen bei den Nachbesserungsrechten sind nach Vorstandsangabe AXA Konzern AG mit 4,352 Mio. Euro, HypoVereinsbank AG mit 2,181 Mio. Euro, Allianz Leben mit 786 TEUR, DO Deutsche Office AG mit 778 TEUR, Kölnische Rück AG (769 TEUR), Bank Austria AG (608 TEUR), Dyckerhoff AG (472 TEUR). Hinzugekommen ist jüngst noch eine Position Oldenburgische Landesbank. In Summe liegt das Andienungsvolumen bei 13,2 Mio. Euro. Zur bisherigen Performance aus den Nachbesserungen berichtete Herr Neuroth, dass RM im Zeitraum zwischen 2006 und 2014 an insgesamt 35 Verfahren mit einem Andienungsvolumen von 11,5 Mio. Euro partizipiert hat. In Summe lagen die erhaltenen Nachbesserungen bei 1,2 Mio. Euro. Dabei hat vor allem der sehr erfreuliche Ausgang bei Bayer Schering zu einem Ergebnisbeitrag von rund 900 TEUR geführt.

Im zweiten Teil der Vorstandsausführungen berichtete Dr. Georg Issels über die getätigten Transaktionen im Portfolio. Käufe erfolgten bei BUWOG AG, conwert Immobilien Invest SE, Dürkopp Adler, innogy, Linde, MAN SE Vorzüge und Westag & Getalit AG. Bei all diesen Werten liegt der Fokus auf anstehenden Strukturmaßnahmen oder einer laufenden Übernahmesituation wie in den Fällen innogy und Linde. Bei Linde bleibt abzuwarten, ob es gelingt, die Zustimmung der zuständigen Behörden bis Ende Oktober 2018 zu erhalten, da die Transaktion ansonsten wohl nicht zu Stande kommen wird. Im Fall der innogy SE ist laut Dr. Issels ebenfalls noch Geduld gefragt, hier wird gemäß Zeitplan mit einer Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden im Laufe des Jahres 2019 gerechnet. Angesichts der Beteiligungsquote von E.ON SE am Unternehmen wird mindestens mit dem Abschluss eines Unternehmensvertrages gerechnet, möglicherweise erfolgt sogar auch direkt ein Squeeze-out.

Aus einer Umplatzierung wurden Aktien der Energiekontor AG erworben, bei der GK Software erfolgte der Erwerb der ausgegebenen Wandelschuldverschreibung mit einer 3-prozentigen Verzinsung und einer Laufzeit bis 2022. Der Wandlungspreis liegt bei 155 Euro und ein solcher Wert sollte nach Einschätzung von Dr. Issels durchaus erreichbar sein, insbesondere für den Fall, dass bis dahin die SAP SE ihre vorhandene Beteiligungshöhe ausweitet und Aktien von den Unternehmensgründern und Vorständen erwirbt. Bei der ProSiebenSat.1 Media SE setzt der Vorstand auf eine Erholung des deutlich unter Druck geratenen Kurses. Angesichts des Rücksetzers in den Bereich von rund 23 Euro nach Höchstkursen um die 40 Euro hält der RM Vorstand es auch durchaus für möglich, dass die Aktie in den Blick von Investoren rückt, zumal im Ausland die M&A-Tätigkeit in diesem Segment zuletzt wieder deutlich zugenommen hat.

Verkäufe erfolgten in den folgenden Werten: Conwert Immobilien, Dürkopp Adler, Oldenburgische Landesbank AG und Thurella im Rahmen des bei den Unternehmen beschlossenen Squeeze-out. Bei Energiekontor hat man eine positive Kursentwicklung zur Reduktion der Position mit Gewinn genutzt, auch bei der FP Francotyp Postalia Holding AG wurden aufgelaufene Gewinne realisiert. Gewinnrealisierungen gab es ebenfalls bei der Sunrise Communications AG in der Schweiz sowie bei der Hugo Boss AG, bei letzterer hatte RM Rheiner Management erfolgreich auf eine Kurserholung gesetzt.

Aktuelle Top 6 Positionen im Portfolio sind laut Dr. Issels per 22. August 2018 die GK Software SE (Aktien und die Wandelschuldverschreibung) im Volumen von 406 TEUR, Aktien der freenet AG (355 TEUR), Linde AG (346 TEUR), Do-RM Special Situations Tot. RET. I (342 TEUR), BUWOG AG (309 TEUR) sowie der K+S AG (284 TEUR). Von der Entwicklung bei der freenet AG ist Dr. Issels trotz zuletzt schwächerer Kurse weiterhin überzeugt, die Fantasie insbesondere aus dem Bereich DVBT sowie dem Segment Medien ist weiterhin intakt, zudem erfreut das Unternehmen mit einer schönen Dividendenrendite. Bei der BUWOG AG ist die Hauptversammlung für den Squeeze-out Beschluss für den 02. Oktober 2018 angesetzt, hier beabsichtigt man auch an dem nachfolgenden Spruchstellenverfahren teilzunehmen, der auf diesem Gebiet tätige Anwalt der Gesellschaft besitzt auch im Bereich der österreichischen Verfahren entsprechende Expertise. Nicht glücklich zeigte sich Dr. Issels mit der Kursentwicklung bei K+S, dennoch sieht er das Unternehmen auf dem richtigen Weg, auch die Transparenz und die Bemühungen auf der IR-Seite haben sich deutlich verbessert.

Zum Abschluss berichtete der Vorstand noch über den Geschäftsverlauf im aktuellen Geschäftsjahr 2018. So hat die RM Rheiner Management AG im ersten Halbjahr 2018 einen Fehlbetrag von 65 TEUR nach einem Vorjahresüberschuss von 451 TEUR ausgewiesen. Hierbei hat sich wie bereits berichtete der nachbesserungslose Ausgang des Spruchverfahrens bei der Vodafone Deutschland AG entsprechend negativ ausgewirkt. Bezogen auf den NAV je Aktie musste ein Rückgang gegenüber dem Jahresende von 3 Prozent per 30. Juni 2018 hingenommen werden. Aktuell (per 22.08.2018) liegt der NAV nach Angabe von Dr. Issels bei rund 22,90 Euro je Aktie.


Allgemeine Aussprache


Als erster Redner meldete sich Herr Erlebach als Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zu Wort und zeigte sich mit der Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr durchaus zufrieden. So ist es gelungen, ein deutlich positives Jahresergebnis zu erzielen, und man hat die eingetretenen Verluste aus den letztlich fehlgeschlagenen Engagements in China inzwischen auch kompensieren können. Positiv ist nach Einschätzung des Aktionärsschützers auch der Kursverlauf der RM Rheiner Management Aktien zu bewerten, dieser liegt mit aktuell 27 Euro sogar um mehr als 10 Prozent über dem vorhandenen inneren Wert. Nicht sonderlich glücklich war er indes mit dem Dividendenvorschlag, der Vortrag auf neue Rechnung ist zumindest aus Sicht der kleinen Aktionäre ein unschöner Zustand.

Hierauf antwortete Dr. Issels, dass mit dem vorliegenden Jahresergebnis nunmehr die eingetretenen Verluste aus dem Chinaengagement gerade abgearbeitet werden konnten. Um die vorhandenen Ideen für Investments umsetzen zu können, sind jedoch entsprechende eigene Mittel von Nöten. Diesbezüglich ist die RM Rheiner Management AG noch nicht optimal aufgestellt. So gestalten sich Gespräche mit finanzierenden Banken usw. durchaus zäh. Ein größeres Portfoliovolumen würde sich nach seiner Angabe hier durchaus positiv bemerkbar machen. Zudem gab Dr. Issels zu bedenken, dass die aktuelle Börsenhausse schon recht lange anhält und man daher auch durchaus einmal wieder mit Rückschlägen am Markt rechnen muss. Für eine Thesaurierung des Ergebnisses wie nunmehr vorgeschlagen sprechen aus seiner Sicht auch noch die beiden folgenden Faktoren: Zum einen existieren bei der RM Rheiner Management AG noch erhebliche steuerliche Verlustvorträge, die genutzt werden können, und zum anderen ist die Aktienzahl mit 220.000 Stück recht gering, so dass sich hier bei positiven Ergebnissen ein sehr hoher Ergebnishebel einstellt.

Gewissen Erklärungsbedarf sah Erlebach auch bei der Portfoliozusammensetzung des Unternehmens, die in Teilen mit den Positionen bei anderen Gesellschaften aus der Friesenstraße in Köln übereinstimmt. Daher wollte er wissen, ob sich die verschiedenen Gesellschaften nicht auf bestimmte Bereiche fokussieren sollten. Auch wenn Dr. Issels die Frage durchaus nachvollziehen konnte, bietet die vom Redner angesprochene Überschneidung in einzelnen Positionen den Vorteil, dass, wenn ein Investment als aussichtsreich eingestuft wurde, auch alle Gesellschaften daran partizipieren können. Diese Vorgehensweise passt auch gut zum verfolgten opportunistischen Ansatz bei den Investments. Eine Fokussierung auf nur bestimmte Arten von Investments würde im Ergebnis ja dazu führen, dass jene Gesellschaft benachteiligt würde, bei der für gut befundene Wertpapiere dann doch nicht erworben werden. In der Vergangenheit hat es auch noch keine Probleme aus den Portfolioüberschneidungen gegeben. Alle Gesellschaften aus der Friesenstraße, die ein Engagement eingehen wollten, haben die entsprechenden Stücke am Markt auch erwerben oder platzieren können.

Auf die Frage nach möglichen Absicherungsstrategien im Portfolio antwortete der Vorstand, dass dies etwa durch den Einsatz von Derivaten auf Indizes oder aber auch auf Einzelwerte erfolgen kann. Sofern es attraktiv und sinnvoll erscheint, ist aber auch die Vereinnahmung von sog. Stillhalterprämien aus Optionsgeschäften ein probates Mittel zur Absicherung von Positionen sowie die Vereinnahmung zusätzlicher Erträge.

Des Weiteren interessierte den DSW-Sprecher, seit wann die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Formhals den Jahresabschluss der RM Rheiner Management AG prüft. Laut Dr. Issels ist die WP Gesellschaft seit vielen Jahren tätig. Mit der Arbeit des Abschlussprüfers sind Vorstand und auch Aufsichtsrat - wie Aufsichtsratschef Rudi Küfner ebenfalls bestätigte - sehr zufrieden. Dr. Issels gab zudem zu bedenken, dass das Thema Wertpapiere nicht jedermanns Sache ist und hierbei entsprechende Expertise erforderlich ist, die im Fall der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Formhals und den dort tätigen Berufsträgern zweifelsfrei gegeben ist. Ähnlich wie beim Abschlussprüfer regte der DSW-Sprecher auch im Fall der Aufsichtsratsmitglieder an, für künftige Wahlen auch einmal einen Wechsel ins Auge zu fassen, eine gewisse Rotation wäre nach Einschätzung von Herrn Erlebach nicht nachteilig. Hierzu antwortete Dr. Issels, dass eine mögliche Rotation aus Sicht des Vorstands eigentlich kein Thema darstellt. Nach seiner Auffassung sollte man ein gut funktionierendes Kontrollgremium nicht ohne Not ändern nur um des Änderns Willen.

Aktionär Thomas Zürn stellte Fragen zu verschiedenen Punkten der Bilanz. So interessierte den Redner unter anderem der Hintergrund des Rückgangs der ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten, die von 167 TEUR per Ende 2016 auf null im Jahr 2017 gesunken sind. Hierbei handelt es sich um einen stichtagsbezogenen Aspekt, laut Herrn Neuroth verfügt die Gesellschaft über Linien im Zusammenhang mit den Wertpapierdepots, welche je nach Investitionsgrad in Anspruch genommen werden, bei entsprechenden Realisierungen geht die Inanspruchnahme zurück bzw. es kann sich auch eine Nettoguthabenposition ergeben. Auf die Frage nach den Hintergründen der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen antwortete Herr Neuroth, dass es sich hierbei um ein über den Bilanzstichtag in Abwicklung befindliches Wertpapiergeschäft handelt.

Des Weiteren interessierte sich Herr Zürn für die gehaltene Position bei den Wandelschuldverschreibungen der GK Software SE. Dabei interessierte den Redner neben der laufenden Verzinsung insbesondere, ob es sich bei dem Papier um eine Wandelanleihe mit freiwilliger Wandlungsmöglichkeit oder eine solche mit einer Wandlungspflicht handelt. Laut Herrn Neuroth ist die Wandlungsmöglichkeit freiwillig. Der Wandlungspreis liegt bei 155 Euro, und je nach weiterer Erwartung, wie sich etwa die SAP SE verhält, ist ein solcher Kurs durchaus im Bereich des Vorstellbaren. Eine Wandlung wird nur erfolgen, wenn sich dies für die RM Rheiner Management AG als vorteilhaft erweist, die laufende Verzinsung des Papiers beträgt 3 Prozent.

Ferner wollte der Redner wissen, ob die Gesellschaft an den Spruchverfahren bei der SQS Software, der CONET Technologies AG sowie der neuen IVG Immobilien AG teilnimmt. Hierzu antwortete Herr Neuroth, dass man an den genannten Verfahren mit der RM Rheiner Management AG nicht beteiligt ist.

Aktionär Paul Roth interessierte sich im Rahmen seiner Wortmeldung unter anderem für die Zahl der zur Hauptversammlung angemeldeten Aktionäre. Nach Angabe von Herrn Neuroth lagen der Gesellschaft insgesamt 98 Eintrittskartenbestellungen vor, diese bezogen sich auf etwa 60 verschiedene Personen.

Ferner wollte der Aktionär wissen, wann bei der RM Rheiner Management AG die letzte steuerliche Betriebsprüfung stattgefunden hat. Nach Angabe von der Neuroth fand diese für das Jahr 2001 statt, wie er auf entsprechenden Zuruf der Abschlussprüferin mitteilte. Die Veranlagungen für die weiteren Jahre bis 2016 sind endgültig, ohne den Vorbehalt einer Nachprüfung. Die steuerlichen Verlustvorträge wurden auf rund 2,27 Mio. Euro bei der Gewerbe- und 2,8 Mio. Euro bei der Körperschaftssteuer beziffert.

Im Zusammenhang mit den vom Management auch immer wieder gesuchten „Sondersituationen“ bei Investments wollte der Redner wissen, ob beispielsweise auch die Bayer AG die Kriterien hierfür erfüllen würde. Dies ist nach Angabe von Herrn Neuroth nicht der Fall, er persönlich würde die Aktie auch aktuell trotz der Rückgänge nicht weiter anfassen. Die möglichen rechtlichen Risiken aus dem Themenfeld Glyphosat sind für einen Außenstehenden nicht mit der nötigen Seriosität zu prognostizieren. Auch ist die Bayer AG kein Kandidat für eine Strukturmaßnahme, so dass auch dieses mögliche Kriterium wegfällt.

Ferner interessierte sich Herr Roth dafür, ob man neben freenet AG auch Investitionen in Aktien getätigt hat, um von den Chancen im Bereich der 5G -Technologie profitieren zu können, bei der in Bälde die entsprechenden Frequenzen für die Mobilfunkbetreiber versteigert werden sollen. Laut Dr. Issels ist dies ein schönes Thema, mit dem man sich auch über das vorhandene Engagement bei freenet hinaus beschäftigt. Bislang hat die anstehende 5G-Thematik den Kursen der Telekommunikationsunternehmen noch nicht wirklich geholfen, vielmehr liegen die Branchenschwergewichte in diesem Jahr mit Kursrückgängen um etwa 30 Prozent bei British Telecom (BT) oder einem ähnlichen Rückgang von 18 auf 12 Euro bei der Deutschen Telekom deutlich hinten. Wenn man mit Branchenkennern spricht, wird sich der 5G-Standard vermutlich erst 2022/2023 richtig durchsetzen, aktuelle Erhebungen zur Nutzung des 4G-Standards haben gezeigt, dass dieser derzeit auch nur von der Hälfte der Bevölkerung in Deutschland wirklich verwendet wird.

Des Weiteren wollte der Aktionär wissen, nach welchen Kriterien die Engagements im Ausland erfolgen und ob neben dem deutschsprachigen Bereich auch Anlagen etwa in Frankreich oder Großbritannien in Frage kommen. Laut Herrn Neuroth sind Engagements in den genannten Ländern im Prinzip durchaus vorstellbar, die Expertise der Friesenstraße liegt jedoch im deutschsprachigen Raum, weshalb man sich auch vorzugsweise auf diesen fokussiert. Aktuell sieht der Vorstand in diesen Märkten auch noch ausreichend Anlagemöglichkeiten, so dass eine Erweiterung des regionalen Fokus nicht notwendig ist.

Auf die Frage nach der aktuellen Entwicklung beim Diebold Nixdorf-Konzern, bei dem die deutsche Tochtergesellschaft über einen BuG-Vertrag von der Diebold Nixdorf Inc. beherrscht wird, antwortete Herr Neuroth, dass er ein Engagement dort angesichts der bilanziellen Eckdaten bei der amerikanischen Muttergesellschaft als sehr riskant erachtet. Aus diesem Grund hat man sich aus dieser Position komplett verabschiedet und das Thema erst einmal ad acta gelegt.

Aktionär Schrödter erkundigte sich ähnlich wie bereits der DSW-Sprecher unter anderem nach der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und danach, inwieweit dass Thema Nachbesserungen auch künftig noch ein aussichtsreiches Geschäft darstellen kann. Hierzu erinnerte Dr. Issels daran, dass die RM in der Vergangenheit im Gefüge der Friesenstraßengesellschaften einmal als „Kompetenzzentrum für Nachbesserungsrechte“ agiert hat, daher erfolgten über die Gesellschaft auch Kaufangebote für solche Rechte und es wurden etwa auch Nachbesserungsrechte der beiden Vodafone-Verfahren angekauft. Auch in der Zukunft sieht Dr. Issels auf diesem Gebiet durchaus immer wieder Chancen. Dabei verwies er auf den ausgesprochen erfreulichen Ausgang der beiden Spruchverfahren bei der Bayer Schering Pharma AG. In der Vergangenheit hatten Vorstand und Aufsichtsrat die aufgeworfene Frage durchaus intensiv diskutiert. Es ergibt sich dabei ein erhebliches Problem, wenn man die vorhandenen Nachbesserungsrechte aus der Gesellschaft durch einen Verkauf an Dritte herausnehmen möchte. In einem solchen Fall ergeben sich sofort die Diskussionen über die korrekte Bewertung und nach Einschätzung von Dr. Issels wäre in einem solchen Szenario der „Ärger schon vorprogrammiert“, so dass dies letztlich kein wirklich gangbarer Weg ist.

Die vom Redner erfragten Kosten für die Beibehaltung einer eigenständigen RM Rheiner Management bewegen sich nach Auskunft von Herrn Neuroth in einem vertretbaren Rahmen, wie ein Blick auf die sonstigen Aufwendungen im Geschäftsbericht zeigt. Dabei gab er zu bedenken, dass ein Teil der Kosten auch bei Wegfall eines Börsenlistings weiterhin anfallen würden und insoweit das Einsparpotenzial sich im überschaubaren Bereich bewegt.


Abstimmungen

Nach Beendigung der allgemeinen Aussprache um 12:57 Uhr wurde die Präsenz mit 155.122 Aktien oder 70,51 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Bis auf 286 Gegenstimmen zum Gewinnverwendungsbeschluss wurden alle Beschlussvorschläge der Verwaltung einstimmig und ohne Enthaltungen verabschiedet.

Im Einzelnen beschlossen wurden der Vortrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl der Formhals Revisions- und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Wipperfürth zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 (TOP 5) sowie die turnusmäßige Neuwahl des Aufsichtsrates (TOP 6). Wiedergewählt wurden die Herren Hans Rudi Küfner, Karl-Heinz Berchter sowie Bernd Reeker. Der Versammlungsleiter konnte die Hauptversammlung nach einer Dauer von etwas über zwei Stunden um kurz nach 13 Uhr schließen.


Fazit

Das Unternehmen blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück, dank positiver Wertpapiererträge konnte das Ergebnis auf 701 nach 383 TEUR annähernd verdoppelt werden. Bezogen auf die RM-Aktie ergibt sich rechnerisch ein Ergebnis je Anteilsschein von 3,19 Euro nach zuvor 1,74 Euro. Somit hat sich die Fokussierung der Anlagepolitik von RM Rheiner Management AG auf Sondersituationen wie Strukturmaßnahmen und sich bietende Chancen am Kapitalmarkt erneut als erfolgreich erwiesen.

Sehr ärgerlich aus Sicht der Verwaltung und der Anteilseigner ist natürlich der im laufenden Jahr erfolgte nachbesserungslose Ausgang der beiden Spruchverfahren bei der Vodafone Deutschland AG (frühere Mannesmann AG). Dieses Ergebnis hat viele Marktteilnehmer überrascht und auch deutliche Spuren beim Andienungsvolumen der Gesellschaft hinterlassen, da auf die frühere Mannesmann AG rund 7,7 Mio. Euro entfielen. Entsprechend erklärt sich auch der unterjährige Rückgang des vorhandenen Andienungsvolumens auf etwas über 13 Mio. Euro. Auch wenn der Ausgang der beiden Verfahren unschön ist, sollten sich auch in der Zukunft durchaus wieder positive Erträge aus diesen Nachbesserungsrechten erzielen lassen. Hier ist allerdings angesichts der langen Verfahrensdauern weiterhin Geduld gefragt. Im Schnitt lag die Rendite aus Spruchverfahren in den vergangenen Jahren laut der Endspielstudie von Solventis im knapp zweistelligen Prozentbereich. Angesichts der geringen Aktienzahl von lediglich 220.000 Aktien fällt bei der RM-Aktie der mögliche Hebel im Erfolgsfall verglichen mit den anderen Gesellschaften aus der Kölner Friesenstraße besonders hoch aus.

Aktuell wird die RM-Aktie an der Börse mit 23,40 Euro und damit in etwa auf der Höhe des aktuellen inneren Wertes ohne Berücksichtigung von Nachbesserungsrechten notiert. Für den längerfristig orientierten Anleger, der gezielt auf das vorhandene Portfolio der Gesellschaft setzen möchte, könnte sich daher ein Einstieg als sinnvoll erwiesen. Angesichts der recht überschaubaren Handelsliquidität in der Aktie sollten Orders stets nur limitiert erteilt werden.


Kontaktadresse

RM Rheiner Management AG
Friesenstr. 50
D-50670 Köln

Tel.: +49 (0)2 21 / 820 32-0
Fax: +49 (0)2 21 / 820 32-30

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Hinweis: Der Verfasser ist Aktionär der beschriebenen Gesellschaft. Zudem ist das Vorstandsmitglied Dr. Georg Issels Aufsichtsratsvorsitzender der GSC Holding AG, der Muttergesellschaft der GSC Research GmbH. Aufsichtsratsmitglied Bernd Reeker ist ebenfalls Aufsichtsratsmitglied bei der GSC Holding AG.



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