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ORBIS AG (ISIN DE0005228779)

Nell-Breuning-Allee 3-5
D-66115 Saarbrücken
Deutschland
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Dr. Sabine Stürmer
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Am 24. Mai 2011 fand in Saarbrücken die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der ORBIS AG statt. Rund 350 Aktionäre und Gäste, unter ihnen auch Thorsten Renner für GSC Research, hatten sich im E-Werk eingefunden, um sich 25 Jahre nach der Gründung des Unternehmens über dessen weitere Zukunftsaussichten zu informieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Wolf-Jürgen Schieffer eröffnete die Hauptversammlung und wies kurz auf das 25-jährige Firmenjubiläum und die 10-jährige Börsennotierung hin. Nach dem Verlesen der üblichen Formalien übergab er dann das Wort an den Vorstandssprecher Thomas Gard.


Bericht des Vorstands

Zu Beginn seiner Ausführungen beschäftigte sich Herr Gard angesichts der Jubiläen mit der Unternehmensgeschichte. Zu den Gründern im März 1986 zählten auch die jetzt noch aktiven Aufsichtsratsmitglieder Prof. Schieffer und Prof. Koetz sowie sein Vorstandskollege Stefan Mailänder und auch er selbst. Hervorgegangen ist das Unternehmen damals aus einem Spin-off an der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Bereits in diesem Jahr erfolgte die Einführung des ERP EBO.

Wie der Vorstandssprecher weiter informierte, konnte im darauffolgenden Jahr bereits das erste SAP-Projekt bei der HYDAC INTERNATIONAL GmbH realisiert werden. Im Jahr 1988 wurde ein eigener BS 2000-Rechner für SAP R/2 angeschafft, wobei sich die Kosten damals auf rund 500.000 DM beliefen, was für das Unternehmen laut Herrn Gard eine hohe Investition darstellte. Ab 1991 begann dann die Entwicklung und Vermarktung einer eigenen CRM-Standardsoftware. Nach den Worten von Herrn Gard startete 1992 die Zusammenarbeit mit der ZF Friedrichshafen, aus der sich dann 1993 die Partnerschaft mit SAP entwickelte.

Der 100. Mitarbeiter der Gesellschaft konnte im Jahr 1996 eingestellt werden. In diesem Jahr wurde auch das erste eigene Gebäude auf den Saarterrassen errichtet, teilte Herr Gard mit. Im Zeitraum zwischen 1997 und 2000 wurden mehrere internationale Standorte aufgebaut. Neben einem zweiten eigenen Gebäude war das entscheidende Ereignis im Jahr 2000 der Börsengang der ORBIS AG im Oktober. Laut Herrn Gard war ORBIS das letzte Unternehmen, das an den Neuen Markt ging. Auch angesichts der Wettbewerbssituation kam es im Jahr 2001 zum CRM-Verkauf an SAP, was dazu führte, dass rund 80 Mitarbeiter zu SAP wechselten.

Im Jahr 2003 wurde eine Partnerschaft mit Microsoft CRM geschlossen. Nach Aussage von Herrn Gard arbeiten heute rund 60 Mitarbeiter in diesem Umfeld. Nach der Zusammenarbeit mit Hörmann ab 2006 wurde im nächsten Jahr die ORBIS China gegründet. Hauptsächlicher Ansatz für diese Gründung war die Unterstützung der europäischen Kunden bei ihrem Roll-out in Asien. Im vergangenen Jahr habe sich ORBIS an der xCOSS GmbH beteiligt, was zu einer Erweiterung des Leistungsumfangs geführt habe, informierte der Vorstandssprecher. Damit sah Herr Gard die Gesellschaft für die kommenden Jahre gut aufgestellt, und er bedankte sich bei allen, die in der Vergangenheit zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Der Finanzvorstand Stefan Mailänder ging dann näher auf die wichtigsten Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres ein. Zum Jahresbeginn 2010 war die Prognose der Bundesregierung noch von Zurückhaltung geprägt, für Deutschland wurde lediglich ein moderates Wachstum vorhergesagt. Aber das Bruttoinlandsprodukt legte mit 3,6 Prozent deutlich stärker zu, als zu Jahresbeginn erwartet, berichtete Herr Mailänder. Dies stellte immerhin das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung dar. Als Motor profilierte sich einmal mehr der Export mit einem Anstieg von 14,2 Prozent. Im für ORBIS wichtigen Bereich IT-Services wurde zunächst ein Wachstum von 2,2 Prozent prognostiziert. Während sich der gesamte ITK-Markt besser als erwartet entwickelte, blieb der Bereich IT-Services mit plus 1,7 Prozent etwas hinter den Schätzungen zurück, so der Finanzvorstand.

ORBIS hat sich also in einem schwierigen Marktumfeld sehr gut behauptet. Der Umsatz stieg um 6,6 Prozent auf 24,77 Mio. Euro, womit das Marktwachstum deutlich übertroffen wurde. Beim EBIT verzeichnete die Gesellschaft einen Zuwachs von 2,3 Prozent auf 0,85 Mio. Euro, und auch das Ergebnis vor Steuern legte um 14,9 Prozent auf glatt 1,0 Mio. Euro zu. Der Jahresüberschuss verbesserte sich laut Herrn Mailänder um 32,3 Prozent auf 1,02 Mio. Euro, was einem Ergebnis je Aktie von knapp 12 Cent entsprach.

Die ersten Monate des Jahres 2010 waren noch von einer deutlichen Zurückhaltung geprägt, so dass die Zahlen für das erste Quartal hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben. Nach einem stetigen Wachstum war das vierte Quartal dann nahezu von einer Vollauslastung der Beraterressourcen gekennzeichnet. Während die projektbezogenen Beratungsdienstleistungen um 4,7 Prozent auf gut 22 Mio. Euro wuchsen, konnte bei den übrigen Leistungen ein Plus von über 25 Prozent auf 2,66 Mio. Euro erwirtschaftet werden, teilte der Finanzvorstand mit.

Der Personalaufwand stieg zwar um 4,4 Prozent auf 17,87 Mio. Euro, die Personalaufwandsquote verringerte sich jedoch von 73,7 auf 72,1 Prozent. Wie Herr Mailänder weiter ausführte, sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 1,7 Prozent auf 239. Im Rahmen der Personalpolitik legt man bei ORBIS großen Wert auf Konstanz in den Beraterteams. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigte sich ein Rückgang von 3,7 Prozent auf 4,71 Mio. Euro, wovon allein 2,78 Mio. Euro auf Reisekosten entfielen.

Wie Herr Mailänder weiter informierte, wurde bei einem EBIT von 0,85 Mio. Euro eine EBIT-Marge von 3,4 Prozent erreicht. Bedingt durch niedrigere Zinsen sank das Zinsergebnis auf nur noch 37.000 Euro. Allerdings profitierte ORBIS von einem positiven Währungseffekt, so dass sich das Finanzergebnis laut Herrn Mailänder auf 145.000 Euro stellte. Somit resultierte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss stieg um gut 32 Prozent auf 1,02 Mio. Euro, so der Finanzvorstand.

Bei der Bilanzsumme zeigte sich ein Zuwachs von 8 Prozent auf 24,15 Mio. Euro, was auch auf einen stichtagsbedingten Anstieg bei den Forderungen zurückzuführen war. Positiv entwickelte sich nach den Worten von Herrn Mailänder auch der Cashflow aus operativer Tätigkeit. Unter das langfristige Fremdkapital fielen nur die Nettoverpflichtungen aus Pensionszusagen. Auch wenn sich das Eigenkapital um 3,3 Prozent auf 17,4 Mio. Euro erhöhte, sank die Eigenkapitalquote leicht auf 72,1 Prozent. Damit sah Herr Mailänder ORBIS aber deutlich besser aufgestellt als die meisten Wettbewerber.

Im AG-Abschluss wies ORBIS einen Umsatzzuwachs von 10,3 Prozent auf 23,14 Mio. Euro aus. Bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,05 Mio. Euro belief sich der Jahresüberschuss laut Herrn Mailänder auf 0,65 Mio. Euro. Als operativen Cashflow erwirtschaftete die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,16 Mio. Euro. Zum Jahresende lagen 27 Prozent der Aktien beim Vorstand und 12,5 Prozent beim Aufsichtsrat. Darüber hinaus hielt die Gesellschaft 5,6 Prozent eigene Aktien. Wie Herr Mailänder mitteilte, befanden sich die restlichen 54,9 Prozent im Streubesitz. Im letzten Jahr hat ORBIS rund 177.000 eigene Aktien erworben, um sie für das Mitarbeiterprogramm oder bei etwaigen Übernahmen einzusetzen.

Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres brachte eine sehr gute Auftragslage und Auslastung der Berater. Dementsprechend stieg der Umsatz um 21,5 Prozent auf 6,95 Mio. Euro. Nach Aussage von Herrn Mailänder sind damit schon mehr als 70 Prozent der geplanten Umsätze für das Gesamtjahr realisiert oder durch feste Verträge bestätigt. Der Personalaufwand stieg um 18,6 Prozent auf 5,08 Mio. Euro, was vor allem auf eine Erhöhung der variablen Gehaltsanteile zurückzuführen war. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag mit 241 auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr ist jedoch ein Aufbau geplant, laut Aussage des Finanzvorstands sollen noch 10 bis 15 Mitarbeiter hinzukommen.

Obwohl sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 20,4 Prozent auf 1,26 Mio. Euro erhöhten, explodierte das EBIT um 151 Prozent auf 374.000 Euro, was eine Marge von 5,4 Prozent bedeutete. Bei einem negativen Finanzergebnis von minus 50.000 Euro belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 324.000 Euro. Laut Herrn Mailänder wies ORBIS im ersten Quartal einen Überschuss von 311.000 Euro entsprechend 3,6 Cent je Aktie aus. Die Bilanzsumme stieg um 6,2 Prozent auf 24,62 Mio. Euro. Sehr erfreulich entwickelte sich auch der Cashflow, wodurch die liquiden Mittel auf 6,55 Mio. Euro weiter zulegten. Zum Quartalsende wurden die Bankdarlehen komplett zurückgeführt, so dass ORBIS schuldenfrei dasteht. Herr Mailänder bezifferte die Eigenkapitalquote zum 31. März 2011 auf 71,5 Prozent. Der Finanzvorstand sieht das Unternehmen für die Zukunft sehr gut aufgestellt, und angesichts des positiven Umfelds rechnet er auch mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends.

Nach den Worten von Herrn Gard war das Ziel in 2010, das Unternehmen sicher durch die Wirtschaftskrise zu führen. Trotzdem standen auch weiterr Investitionen und die Prüfung möglicher Beteiligungen auf der Agenda. Während ORBIS im ersten Quartal 2010 hinter dem Vorjahr zurückblieb, wurden im vierten Quartal die Erwartungen deutlich übertroffen. So konnte beim Umsatz trotz eines Rückgangs von 3,1 Prozent im ersten Halbjahr noch ein Wachstum von 6,6 Prozent im Gesamtjahr erzielt werden. Auch die Ergebnissteigerung konnte im zweiten Halbjahr noch einmal kräftig ausgeweitet werden, wie der Vorstandssprecher betonte.

Im abgelaufenen Jahr konnte ORBIS laut Herrn Gard 30 neue Projekte gewinnen. Das Gesamtergebnis lag deutlich über dem Vorjahr, und so verbesserte sich auch das Ergebnis je Aktie von 8,7 Cent auf 11,7 Cent. Mit diesem Ergebnis zeigte sich der Vorstandssprecher sehr zufrieden, weshalb auch eine Dividendenerhöhung um 50 Prozent auf 3 Cent je Aktie vorgeschlagen wurde. Auch in Zukunft werde man bei ORBIS auf die Partnerschaften mit SAP und Microsoft setzen, stellte Herr Gard klar. Im laufenden Jahr soll weiter in die Entwicklung investiert werden, wobei sich die Planung auf 27 Entwicklungsmannjahre beläuft.

Für das Jahr 2011 seien die Prognosen durchaus positiv gestimmt, und auch Deutschland solle weiterhin die Konjunkturlokomotive in Europa bleiben, meinte Herr Gard. So schätzt die Bundesregierung das Wachstum im Gesamtjahr auf 2,6 Prozent. Auch der ITK-Branchenindex befindet sich auf einem All-Time-High. Hierbei sollen der IT-Gesamtmarkt um 4,3 Prozent und der Bereich IT-Services um 3,5 Prozent wachsen. Wichtig für das weitere Unternehmenswachstum ist laut Herrn Gard die Ausweitung des Personalbestands, was sich aber als Problem herausstellen könnte. Bei ORBIS will man auch weiterhin mögliche Akquisitionen prüfen, die das Portfolio abrunden könnten. Für das laufende Jahr strebe das Unternehmen ein einstelliges Umsatz- und ein zweistelliges Ergebniswachstum an, informierte Herr Gard.

Angesichts der hohen Eigenkapitalquote und der guten Zahlen für das erste Quartal könne man bei ORBIS zuversichtlich auf die weitere Entwicklung blicken, betonte der Vorstandssprecher. Abschließend würdigte Herr Gard die beiden ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Prof. Schieffer und Prof. Koetz, die seit der Gründung vor 25 Jahren beteiligt und auch seit dem Börsengang im Aufsichtsrat vertreten waren. In all der Zeit hat der Vorstand die Zusammenarbeit mit beiden geschätzt. Nun wird vorgeschlagen, Prof. Schieffer zum Ehren-Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu ernennen. Dazu werde in der Tagesordnung eine Änderung der Satzung vorgeschlagen, informierte Herr Gard zum Ende seiner Ausführungen.


Allgemeine Diskussion

Als erster Redner bedankte sich Herr Jerrentrup zunächst für die 50-prozentige Dividendenerhöhung. Dann brachte er sein Bedauern zum Ausdruck, dass Prof. Schieffer und Prof. Koetz nicht mehr für den Aufsichtsrat kandidieren. Im Gegensatz zur Einladung beantragte der Aktionär eine Einzelwahl der Aufsichtsräte. Da der vorgeschlagene Kandidat Ulrich Holzer schon 14 Mandate innerhalb des Hager-Konzerns innehat, lehnte Herr Jerrentrup dessen Kandidatur ab. Stattdessen schlug der Manfred Klein als Aufsichtsratskandidaten vor.

Herr Klein bezeichnete sich selbst als schon lange Zeit zufriedenen Aktionär der ORBIS AG. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das Niveau der Hauptversammlung auch durch die neuen Aufsichtsratskandidaten aufrechterhalten wird. Den Aktionär interessierte dann, zu welchem Kurs die eigenen Aktien im vergangenen Jahr erworben wurden. Nach den Worten von Herrn Mailänder wurden die 177.131 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 1,29 Euro erworben.

Angesichts der geplanten Investitionen in Software erkundigte sich Herr Klein nach den dabei entstehenden Risiken. Bei der Software müsse man zwar in Vorleistung gehen und Entwicklungen erbringen, erklärte Herr Gard. Allerdings bedient sich ORBIS der Funktionalität von SAP und Microsoft. Zudem benötigt die Gesellschaft spezielle Lösungen, um zu neuen Kunden zu kommen und sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Insgesamt wertete der Vorstandssprecher die Chancen in diesem Fall deutlich höher als die Risiken.

Zufrieden war Herr Klein auch angesichts der vorgeschlagenen Dividendenerhöhung, da der Aktionär damit eine höhere Verzinsung als bei einer Festgeldanlage erzielt. Auch Herr Klein dankte den ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedern für ihre langjährige Tätigkeit zum Wohle des Unternehmens. Des Weiteren bat er um Angabe, wie sich die Tochtergesellschaft in China entwickelt. Mit der chinesischen Gesellschaft hatte ORBIS das Ziel verfolgt, die deutschen und europäischen Kunden beim Roll-out in Asien zu begleiten, berichtete Herr Mailänder. Mittlerweile hat sich das Geschäft sehr gut entwickelt, und im letzten Jahr konnte der Break-even erreicht werden. Auch im laufenden Jahr rechnet der Vorstand mit einer weiterhin positiven Entwicklung.

Im weiteren Verlauf dankte Herr Klein dafür, dass er als Aufsichtsratskandidat vorgeschlagen wurde. Er regte an, in der kommenden Hauptversammlung die Wahl eines Ersatzkandidaten für den Aufsichtsrat vorzuschlagen, er selbst würde dann auch als „Ersatzspieler“ bereitstehen. Im Hinblick auf die Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder interessierte ihn, wer den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen soll. Laut Herrn Gard wird der Aufsichtsratsvorsitzende durch das Gremium gewählt, in der nächsten Sitzung werde sich dann auch entscheiden, wer als neuer Aufsichtsratsvorsitzender fungieren soll. Abschließend erklärte Herr Klein, er habe zwar keine Chance, aus Respekt vor dem Vorschlag und den anwesenden Aktionär werde er aber kandidieren.


Abstimmungen

Vor den Abstimmungen stellte Herr Klein den Antrag, dass zunächst über den Antrag von Herrn Jerrentrup abgestimmt wird. Der Aufsichtsratsvorsitzende verwies dann aber auf das erforderliche Quorum von 10 Prozent, das die beiden Aktionäre nicht nachweisen konnten. Allerdings bat Herr Klein darum, die Hauptversammlung dazu zu befragen. Die Verwaltung vertrat jedoch die Ansicht, das Quorum müsse von den beiden Aktionären erbracht werden. Nach einigen Diskussionen über das Thema meldete sich Herr Jerrentrup noch einmal zu Wort und zog seinen Vorschlag zur Aufsichtsratswahl zurück. Nach Aussage von Prof. Schieffer hat der Aktionär seinen Antrag in zulässiger Weise zurückgezogen, weshalb sich die Frage über die Reihenfolge der Abstimmung nicht mehr stelle.

Dann stellte der Aufsichtsratsvorsitzende die Präsenz auf der Hauptversammlung fest. Vom stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 8.550.789 Euro waren demnach 4.073.265 Euro entsprechend 47,51 Prozent vertreten. Die Beschlüsse wurden im Folgenden alle einstimmig oder bei wenigen Gegenstimmen im Sinne der Verwaltung gefasst.

Im Einzelnen abgestimmt wurde über die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 0,03 Euro je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Aufsichtsrat (TOP 3) und Vorstand (TOP 4), die Wahl der Gottschalk, Becker & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 (TOP 5), die Wahl der Herren Ulrich Holzer, Peter Kraus und Dr. Uwe G. Spörl in den Aufsichtsrat (TOP 6) sowie über die Änderung der Satzung zum Aufsichtsrats-Ehrenvorsitz (TOP 7).

Nach dem Ende der Abstimmungen dankte Prof. Schieffer zunächst für die lobenden Worte. Wäre die Lage noch so brisant wie vor Jahresfrist, hätte er noch einmal für fünf Jahre kandidiert und sich in die Pflicht nehmen lassen, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende. Heute stehe ORBIS aber glänzend da, deshalb halte er es für den richtigen Zeitpunkt, die Geschicke im Aufsichtsrat in jüngere Hände zu legen. Ansonsten wollte er keine große Abschiedsrede halten, sondern er beendete seine Ausführungen in Anlehnung an Hape Kerkeling „Ich bin dann mal weg“.


Fazit und eigene Meinung

Die ORBIS AG hat das vergangene Geschäftsjahr sehr erfolgreich abgeschlossen. Nach dem verhaltenen Jahresauftakt hat das Geschäft kontinuierlich angezogen und in einem hervorragenden vierten Quartal gegipfelt. So stieg der Jahresüberschuss um über 30 Prozent auf 1,02 Mio. Euro entsprechend knapp 12 Cent je Aktie. Vor dem Hintergrund der hervorragenden Finanzausstattung hat sich die Verwaltung dafür entschieden, die Dividende sogar um 50 Prozent auf 0,03 Euro je Aktie anzuheben.

Äußerst erfreulich gestalteten sich auch die ersten drei Monate im Geschäftsjahr 2011. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis konnten deutlich verbessert werden. Darüber hinaus führte ORBIS die letzten Darlehensverbindlichkeiten zurück. Durch einen positiven Cashflow haben sich die liquiden Mittel auf über 6,5 Mio. Euro erhöht. Dadurch sind schon mehr als 50 Prozent der Marktkapitalisierung durch Cash abgedeckt, was den Aktienkurs nach unten absichert.

Da die Geschäfte operativ sehr gut laufen, dürfte sich das Ergebnis je Aktie auf zumindest 0,14 Euro verbessern. Auch die Dividende dürfte dann im kommenden Jahr eine weitere Erhöhung erfahren. Bei einem Ergebnis je Aktie von 0,14 Euro liegt das aktuelle KGV gerade einmal bei 9,3, und dies vor dem Hintergrund, dass über die Hälfte des Unternehmenswerts mit liquiden Mitteln unterlegt ist. Angesichts dieser Aussichten sollte die ORBIS-Aktie auf dem jetzigen Kursniveau einen klaren Kauf darstellen.


Kontaktadresse

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