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Deutsche Beteiligungs AG (ISIN DE000A1TNUT7)

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Am 22. Februar 2017 fand in Frankfurt die ordentliche Hauptversammlung der Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) für das Geschäftsjahr 2015/16 (bis 30.09.) statt. Nach einem erneut erfreulichen Jahresauftakt nahmen rund 300 Aktionäre und Gäste an der Veranstaltung im Gesellschaftshaus des Palmengartens teil. Für GSC Research berichtet Thorsten Renner über den Verlauf der Hauptversammlung. Der Aufsichtsratsvorsitzende Andrew Richards eröffnete die Hauptversammlung und erklärte, mit den ergriffenen Maßnahmen im Bereich der Finanzierung und der neuen Dividendenpolitik wurden die Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt. Besonders begrüßte er Frau Edeler, die seit der vergangenen Hauptversammlung neu im Aufsichtsrat vertreten ist. Zudem wies Herr Richards darauf hin, dass die Aktionäre auch zum Besuch des Palmengartens eingeladen sind. Nach dem Verlesen der sonstigen Formalien übergab Herr Richards das Wort an den Vorstandssprecher Torsten Grede.


Bericht des Vorstands


Herr Grede verwies zu Beginn seiner Ausführungen auf die erneut erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft im vergangenen Jahr. Zudem konnten strategische Weichenstellungen mit einem doppelten Fundraising nebst einer Kapitalerhöhung erreicht werden. Im abgelaufenen Jahr erzielte die DBAG eine überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite und auch die sonstigen finanziellen Ziele konnten erreicht oder sogar übertroffen werden. Für dieses Ergebnis sprach Herr Grede allen Mitarbeitern seinen Dank aus.

Laut Herrn Grede gelang es, die Herausforderungen des vergangenen Jahres, nämlich das Aufrechterhalten eines guten Investitionstempos und die Realisierung von Beteiligungen, zu meistern. Insgesamt erfolgten Beteiligungen an fünf Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand, was zu Investitionen von 278 Mio. Euro durch die DBAG und die DBAG-Fonds führte. Vor wenigen Wochen kam noch ein Management-Buy-out hinzu, so dass die Investitionsphase des Fonds VI bereits nach knapp vier Jahren endete.

Wie der Vorstandssprecher weiter ausführte, konnten drei Beteiligungen veräußert werden. Insgesamt vereinnahmte die DBAG seit der letzten Hauptversammlung Zuflüsse aus dem Portfolio in Höhe von 86 Mio. Euro. Bei Broetje-Automation wurde das investierte Kapital mehr als vervierfacht. Dies gelang vor allem durch die beständige Weiterentwicklung des Unternehmens. Innerhalb von nur vier Jahren konnte so der Umsatz von 83 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Auch die Mitarbeiterzahl erhöhte sich entsprechend von 450 auf 850. Mit dem Verkauf des Unternehmens an den Wunschpartner Shanghai Electric kann die Gesellschaft die sich bietenden Wachstumschancen in China optimal nutzen, war Herr Grede überzeugt.

Auch der Verkauf der Beteiligung an Grohmann gestaltete sich erfolgreich. In den vergangenen 20 Jahren erwirtschaftete das Unternehmen eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von über 6 Prozent. Über die Jahre summierten sich nach Angabe von Herrn Grede die erhaltenen Ausschüttungen bereits auf das 2,5-fache der Anschaffungskosten. Beim Verkauf wurde nun mehr als das 10-fache der Anschaffungskosten realisiert.

Für den neuen Fonds VII haben Investoren Mittel von 810 Mio. Euro zugesagt, berichtete Herr Grede. Weitere 200 Mio. Euro werden von der DBAG hinzukommen. Mit diesem Volumen ist die DBAG das führende deutsche Private-Equity-Haus, so der Vorstandssprecher. Daneben erhielt die Gesellschaft auch noch Zusagen für den DBAG Expansion Capital Fund. Bisher investierte dieser Fonds lediglich in minderheitliche Beteiligungen bei Investitionen zwischen 10 und 30 Mio. Euro.

Nach Aussage von Herrn Grede ergeben sich Veränderungen in der Anlagestrategie der Fonds. Der neue Fonds VII besteht aus einem Hauptfonds mit einem Volumen von 808 Mio. Euro und einem Top-up Fund mit 202 Mio. Euro. Dieser wird für größere Transaktionen eingesetzt, so dass nun bis zu 200 Mio. Euro Eigenkapital in eine einzelne Transaktion fließen können, was die Wettbewerbsfähigkeit der DBAG erhöht. Der Expansion Capital Fund wird zukünftig auch mehrheitliche Übernahmen und kleinere Management-Buy-outs tätigen, informierte der Vorstandssprecher.

Mit der breiteren Marktabdeckung und dem höheren Volumen sah Herr Grede Wachstumschancen in den beiden Geschäftsfeldern Fondsberatung und Private-Equity-Investments. So soll der Bereich Fondsberatung zukünftig deutlich wachsen und wieder in die Profitabilität zurückkehren. Zur Finanzierung des höheren Volumens im Fonds VII führte die Gesellschaft im letzten Jahr auch eine Kapitalerhöhung durch.

Nach Angabe des Vorstandssprechers liegen die Transaktionen meist bei einem Unternehmenswert zwischen 75 und 250 Mio. Euro. Mit insgesamt drei Management-Buy-outs im vergangenen Jahr liegt die DBAG auf der Spitzenposition. Deutlich an Bedeutung gewann 2016 der Bereich Familiennachfolgeregelungen. Hier zeigt sich mittlerweile eine deutlich größere Offenheit gegenüber Private Equity, erklärte Herr Grede. Auch bedingt durch die Niedrigzinspolitik flossen viele Mittel in den Bereich Private Equity, so dass derzeit im Markt ein Mittelüberhang festzustellen ist, was wiederum zu steigenden Preisen führt.

Allerdings bemüht sich die DBAG um eine ständige Verbesserung bei der Suche nach geeigneten Unternehmen. Als wichtig erachtete der Vorstandssprecher die Verbesserung der Geschäftsprozesse. Aber auch die Förderung der Mitarbeiter und der „Spirit“ in der Zusammenarbeit besitzen einen hohen Stellenwert. Zu den Herausforderungen für das Jahr 2017 zählte der Vorstandsprecher die Weiterentwicklung der Portfoliounternehmen. Immerhin hat sich die Anzahl der Unternehmen in den letzten drei Jahren von 17 auf 24 erhöht. Da die beiden neuen Fonds am Anfang der Investitionsperiode stehen, ist auch eine weiterhin hohe Investitionsgeschwindigkeit gefordert, führte Herr Grede aus. Auch aufgrund der höheren verfügbaren Mittel soll zudem das Investmentteam weiter ausgebaut werden. Die Rahmenbedingungen können zwar durch die DBAG nicht beeinflusst werden, man arbeite aber hart daran, dass die DBAG-Aktie eine attraktive Kapitalanlage bleibt, betonte der Vorstandssprecher.

Frau Susanne Zeidler als Finanzvorstand übernahm dann die Erläuterung des Zahlenwerks. Laut Frau Zeidler konnte durch die Anpassung der Dividendenpolitik im vergangenen Jahr eine Balance zwischen Ausschüttung und Wachstum erreicht werden. Das Ziel einer deutlichen Steigerung des Konzernergebnisses wurde mit einem Überschuss von 50,2 Mio. Euro erfüllt. Sehr erfreulich empfand Frau Zeidler die erwirtschaftete Eigenkapitalrendite von 16 Prozent. Dabei war das Konzernergebnis durch den Zinsverfall noch mit 6,8 Mio. Euro aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen belastet. Die Rendite von 16,0 Prozent lag auch deutlich über den Eigenkapitalkosten von 4,7 Prozent. Bei der Wertsteigerung von 23 Prozent für die Aktionäre entfielen 18,8 Prozent auf den Kursanstieg und der Rest auf die Ausschüttung der Dividende von 1,00 Euro. Damit entwickelte sich die DBAG-Aktie besser als der DAX oder SDAX.

Wie erwartet resultierte aus dem Segment Fondsberatung im vergangenen Jahr ein negativer Wertbeitrag, berichtete Frau Zeidler. Durch die Verkäufe verringerte sich das verwaltete Kapital, was zu geringeren Erträgen führte. Ebenso brachten das Auflegen der neuen Fonds und erfolgsbasierte Vergütungen für die Mitarbeiter höhere Kosten mit sich. Laut Frau Zeidler sehen die Planungen für das laufende Jahr aber eine Rückkehr in die Profitabilität vor.

Im Segment Private-Equity-Investments verzeichneten die Unternehmen einen durchschnittlichen Umsatzzuwachs von 5,4 Prozent. Das Ergebnis verbesserte sich dabei sogar um fast 12 Prozent. Als Beispiele für erfolgreiche Entwicklungen nannte Frau Zeidler die eingeführte Dachgesellschaft ProXES und Infiana. In Summe kletterte das Bewertungsergebnis des letzten Jahres um annähernd 40 Prozent auf 68,9 Mio. Euro.

Durch Veränderungen am Kapitalmarkt erhöhten sich die Unternehmensbewertungen, was einen Effekt von 16 Mio. Euro ausmachte. Weitere Wertsteigerungen wurden durch Verkäufe realisiert, berichtete Frau Zeidler. Mitglieder des Investmentteams müssen sich ebenfalls mit eigenen Mitteln an den Unternehmen beteiligen. Unter bestimmten Bedingungen profitieren sie dann aber überproportional bei erfolgreichen Verkäufen. Laut Frau Zeidler löste der Verkauf von Spheros sogenannte Carried Interest aus. Bei einer Prüfung durch die DPR kam diese zu einer anderen Einschätzung hinsichtlich der bilanziellen Berücksichtigung von Carried Interest als die Gesellschaft und der Wirtschaftsprüfer. Allerdings wirkt sich die Diskussion nicht auf den Abschluss zum 30. September 2016 aus, betonte Frau Zeidler.

Nach Aussage von Frau Zeidler konnte das Nettoergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft auf 60,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Das gute Ergebnis führte auch zusammen mit der Kapitalerhöhung zu einem Anstieg des Nettovermögenswerts um 25 Prozent. Zum Geschäftsjahresende am 30. September 2016 beliefen sich die Finanzmittel auf 79 Mio. Euro. Mit dem DBAG Fonds VII plant die Gesellschaft Investitionen von 200 Mio. Euro. Die Mittel aus den jüngsten Verkäufen zuzüglich der Kreditlinie und den vorhandenen Mitteln zum Bilanzstichtag ergeben bereits 170 Mio. Euro. Damit ist laut Frau Zeidler der Investitionsbedarf bis Ende 2019 bereits abgedeckt, was sie als solide Finanzierung bezeichnete.

Wie Frau Zeidler weiter ausführte, war die DBAG-Aktie in den vergangenen zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 6,8 Prozent ein attraktiver Wert. Neben einer stabilen Basisdividende zahlte die Gesellschaft auch immer Sonderdividenden, wenn erfolgreiche Verkäufe gelangen. Durch die neue Dividendenpolitik müsse die Gesellschaft nun nicht mehr frühzeitig über anstehende Verkäufe berichten, was die Unternehmensposition im Verkaufsprozess stärkt. In Zukunft soll im Rahmen der neuen Dividendenpolitik eine Einheitsdividende gezahlt werden, die zumindest stabil ist und falls möglich, auch angehoben werden soll. Trotzdem dürfen die Anleger bei der DBAG auch in Zukunft eine attraktive Dividendenrendite erwarten, versicherte Frau Zeidler. Die Ausschüttung von 1,20 Euro entspricht einer Dividendenrendite von 4,4 Prozent bezogen auf den Durchschnittskurs des letzten Geschäftsjahres.

Im September 2016 erfolgte eine 10-prozentige Kapitalerhöhung zu einem Kurs von 28,25 Euro je Aktie. Dabei konnten Aktien im Wert von rund 38 Mio. Euro, entsprechend dem Kapitalbedarf, an institutionelle Investoren verkauft werden, informierte Frau Zeidler. Durch die Beschränkung auf 10 Prozent konnte die Kapitalerhöhung ohne Bezugsrechte erfolgen, wodurch auf ein Prospekt verzichtet und somit Kosten gespart werden konnten.

Auch bedingt durch den Verkauf von Grohmann Engineering belief sich das Ergebnis des ersten Quartals im laufenden Geschäftsjahr auf 14,1 Mio. Euro. Dabei hatten ungünstige Kapitalmarkteinflüsse negative Wertbeiträge von 10,5 Mio. Euro zur Folge. Das Eigenkapital erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 25,46 Euro. Bei Annahme unveränderter Bewertungsverhältnisse rechnete Frau Zeidler im laufenden Jahr mit einem Konzernergebnis, das auf vergleichbarer Basis moderat unter dem Vorjahresniveau liegt. Die Rendite soll die Eigenkapitalkosten wieder deutlich übertreffen.

Für die kommenden Jahre erwartete Frau Zeidler im Bereich Fondsberatung ein mindestens 10 Prozent höheres Ergebnis als 2017. Im Bereich Private-Equity-Investments rechnete sie mit einem Zuwachs des Portfoliowertes um mindestens 15 Prozent per anno und einem Segmentergebnis, das mindestens 20 Prozent über dem Niveau von 2017 liegt. Auch das Konzernergebnis soll in den beiden kommenden Jahren deutlich zulegen und dadurch zu einer höheren Rendite führen. Mit den auf Wachstum gestellten Weichen war Frau Zeidler zum Ende ihrer Ausführungen für die weitere Zukunft zuversichtlich gestimmt.


Allgemeine Diskussion


Christian Retkowski als Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) bezeichnete das abgelaufene Geschäftsjahr als wieder überaus erfolgreich. Neben dem Konzernergebnis von 50,2 Mio. Euro hob er auch die Kurssteigerung um 30 Prozent in den letzten zwölf Monaten hervor. Für die sehr gute Leistung sprach er allen Mitarbeitern seinen Dank aus. Auch er sah die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung gestellt.

Zunächst sprach Herr Retkowski dann den Umsatzrückgang bei der Gienanth GmbH an. Die Gesellschaft leidet laut Herrn Grede unter der allgemeinen Marktschwäche, was dann auch zu einem Gewinnrückgang geführt hat. Mit dem aufgelegten umfangreichen Ergebnisverbesserungsprogramm rechnete der Vorstandssprecher 2017 mit dem Turnaround.

Etwas überrascht zeigte sich der Aktionärsvertreter über den Erwerb der R&M International. Wie Herr Grede berichtete, entstand der Kontakt über einen Senior Advisor. Das Unternehmen habe sich auf den Innenausbau von Kreuzfahrtschiffen spezialisiert und da der Markt weiter wachse, sah Herr Grede hier noch ausreichend Potenzial.

Angesprochen auf das höhere Preisniveau meinte der Vorstandsprecher, man werde deshalb aber nicht in ferne Länder investieren. Stattdessen sollen die Prozesse und die Suche nach geeigneten Unternehmen weiter verbessert werden. Bei Clyde-Bergemann erkundigte sich der SdK-Sprecher nach dem Erlös im Vergleich zu den Anschaffungskosten. Herr Grede räumte ein, dass es sich dabei um kein erfolgreiches Investment handelte. Den Anschaffungskosten von 13,7 Mio. Euro standen nun nur noch Erlöse von 2,5 Mio. Euro gegenüber.

Des Weiteren interessierten Herrn Retkowski die geplanten Umsätze im Bereich Fondsberatung. Für das laufende Jahr rechnete Frau Zeidler mit Erlösen von 25,3 Mio. Euro und im kommenden mit rund 29 Mio. Euro. Nach ihrer Aussage sind die Erlöse sehr gut planbar, lediglich bei Fonds in der Desinvestitionsphase könnten sich durch Verkäufe Abweichungen von der Planung ergeben. Herr Retkowski thematisierte dann die neue Dividendenpolitik. Vorstand und Aufsichtsrat entscheiden jedes Jahr neu über die Ausschüttung, auf keinen Fall handelt es sich um eine Garantiedividende, betonte Frau Zeidler. Sollten Steigerungen vorgenommen werden, dann werden diese auch in kleinen Schritten erfolgen.

Ferner hinterfragte Herr Retkowski die geringere Prognose bei der JCK Holding. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Minderheitsbeteiligung, berichtete Herr Scheffels. Das dortige Management besticht durch sehr konservative Prognosen. Tatsächlich erzielte das Unternehmen einen Umsatz auf Vorjahresniveau und sogar eine leichte Ergebnisverbesserung.

Kritik übte Herr Retkowski allerdings am Vorschlag von KMPG bei der Wahl des Wirtschaftsprüfers. Nach seiner Ansicht prüft KPMG die Gesellschaft schon viel zu lange und immerhin habe es auf der letzten Hauptversammlung schon bereits 21 Prozent Neinstimmen bei der Wahl gegeben. Zudem werde die Trennung von Prüfung und Beratung nicht eingehalten, bemängelte Herr Retkowski weiter. Deshalb kündigte er bereits seine Ablehnung bei Tagesordnungspunkt 5 an. Wegen der Möglichkeit einer Sacheinlage sah er auch das genehmigte Kapital unter Tagesordnungspunkt 6 kritisch.

Wie Frau Zeidler mitteilte, lag der gesamte Beratungsaufwand bei fast 10 Mio. Euro, auf KPMG entfielen dabei nur rund 1 Mio. Euro. Im Bereich der Steuerberatung unterstützte KPMG die Gesellschaft auch bei einer Betriebsprüfung. Die weiteren Beratungsleistungen an KPMG sind von rund 0,4 auf gut 0,1 Mio. Euro gesunken. Der Prüfungsausschuss hat ja jetzt auch schon entschieden, den Prüfer zum 30. September 2019 auszuwechseln.

Herr Badelt als Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bat um eine Aussage zur zukünftigen Aktivität der Gesellschaft. Der Vorstandssprecher verwies dabei auch auf seine Ausführungen in der Rede. Es gehe darum, weiter regelmäßig zu investieren und auch Beteiligungen zu verkaufen. Befragt nach der Positionierung im Vergleich zum Wettbewerb erklärte Herr Grede, die Gesellschaft muss bei der Suche gegenüber der Konkurrenz noch besser werden.

Ferner interessierte Herr Badelt, ob die Gesellschaft auf den Brexit eingestellt ist. In Großbritannien hat die DBAG kein Portfoliounternehmen. Den Umsatz der Portfoliounternehmen in Großbritannien bezifferte Herr Grede auf lediglich etwa 3 Prozent. Trotz allem müsse der Brexit als Herausforderung gesehen werden. Eine weitere Frage beschäftigte sich mit den Ausgaben für Marketing. Im vergangenen Jahr entfielen 108.000 Euro auf Marketing und 172.000 Euro auf Öffentlichkeitsarbeit.

Der DSW-Sprecher begrüßte die neue Dividendenpolitik der Gesellschaft, schloss sich dann aber auch der Kritik am Vorschlag für den Wirtschaftsprüfer an. Zudem bat er um Erläuterung, warum jetzt schon ein genehmigtes Kapital vorgeschlagen wird, obwohl es noch einige Jahre Laufzeit aufweist. Das bestehende genehmigte Kapital wurde aber zum Teil ausgenutzt, erklärte Frau Zeidler. Beim neuen Vorschlag handelt es sich aber um einen reinen Vorratsbeschluss, da die Mittel für die Investitionen der kommenden drei Jahre gesichert sind.

Herr Geske bat um Erläuterung, wie die Unternehmen bilanziert werden. Nach den Worten von Frau Zeidler müsse dabei zwischen der IFRS und der HGB-Bilanzierung unterschieden werden. Während sich Wertsteigerungen in der HGB-Bilanz nicht niederschlagen, erfolgt nach IFRS in jedem Quartal eine Bewertung der Unternehmen. Dabei werden die Unternehmen als Ganzes bewertet, wobei meistens das Multiplikatorverfahren oder das DCF-Verfahren benutzt werden.

Interesse bekundete der Aktionär an der Verschuldung der Portfoliounternehmen. Wie Frau Zeidler bekanntgab, liegt die durchschnittliche Verschuldung bei 2,3 bezogen auf das EBITDA. Der Anteilseigner wollte ebenfalls wissen, ob die Dividende von 1,20 Euro immer sicher gezahlt werden kann. Frau Zeidler wiederholte noch einmal, dass über die Dividende jedes Jahr neu entschieden wird. Befragt nach der Ermittlung der Eigenkapitalkosten nannte Frau Zeidler das CAPM-Modell und verwies dabei auf umfassende Erläuterungen im Geschäftsbericht.

Herr Landrock regte an, die Veröffentlichungen der Gesellschaft in einer nachrichtenarmen Zeit herauszugeben. Die Quartalsberichte müssen innerhalb einer Frist von 45 Tagen veröffentlicht werden, da könne man sich die Termine nicht einfach aussuchen, erläuterte der Vorstandssprecher. Angesichts der deutlich steigenden Kurse bat der Aktionär um Angabe, ob möglicherweise ein Aufkäufer am Werk ist. Herrn Grede waren jedoch keinerlei Anhaltspunkte hinsichtlich eines Aufkäufers bekannt. Kritik übte Herr Landrock an der durchgeführten Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss, weshalb er auch gegen die vorgeschlagenen Kapitalbeschlüsse war.

Dr. Weizmann hinterfragte, weshalb die Aktionäre, die die Kapitalerhöhung kurz vor Ende des Geschäftsjahres gezeichnet haben, auch die Dividende erhalten. Dies ist ein übliches Verfahren, meinte Frau Zeidler. Außerdem müssten sonst die Aktien mit einer neuen Kennnummer bis zur nächsten Hauptversammlung ausgegeben werden. In diesem Zusammenhang interessierte den Aktionär, wer an der Kapitalerhöhung beteiligt war. Die Baader Bank hatte Investoren hinsichtlich der Kapitalerhöhung angesprochen. Laut Frau Zeidler haben die beteiligten institutionellen Investoren aber auch ein Recht auf Anonymität. Wie sie weiter ausführte, haben Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat nicht an der Kapitalerhöhung teilgenommen. Allerdings haben einige Großaktionäre die Finanzierungsmaßnahme unterstützt.

Herr Heine war mit dem Ausgabekurs bei der Kapitalerhöhung nicht zufrieden. Nach seiner Ansicht war der Abschlag gegenüber dem durchschnittlichen Aktienkurs zu hoch. In diesem Rahmen verlangte er die Angabe der eingesparten Kosten im Hinblick auf eine Kapitalerhöhung mit Prospekt. Ein Abschlag zum aktuellen Kursniveau ist üblich, sonst bestünde kein Anreiz, die neuen Aktien zu erwerben, meinte Frau Zeidler. Eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht wäre deutlich teurer gewesen, da in Aussicht stand, einen 800-seitigen Prospekt erstellen zu müssen. Die jetzige Maßnahme verursachte Kosten von 1,4 Mio. Euro, bei einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht wären vermutlich Mehrkosten von 2,5 Mio. Euro angefallen.

Nicht nachvollziehbar war für Herrn Heine, dass zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung die gut einen Monat später erfolgende Anhebung der Prognose noch nicht absehbar war. Wie Frau Zeidler ausführte, wird in jeder Veröffentlichung auf die Bedeutung der Multiplikatoren hingewiesen. Schon bei einer Veränderung um den Faktor 1 bedeutet dies eine Auswirkung von 30 Mio. Euro. Dabei erfolgt die Ermittlung der Faktoren über die Reuters Datenbank. Im dritten Quartal kam es zu einem massiven Einbruch der Multiplikatoren, was einen negativen Einfluss im zweistelligen Millionenbereich hatte. Zum 30. September ergab sich dann ein positiver Effekt von über 26 Mio. Euro. Dies war aber erst nach dem Herausziehen der Daten zum Quartalsende erkennbar.

Anschließend hinterfragte Herr Heinen noch die Tätigkeit der Baader Bank vor dem Hintergrund der Zahlung von 0,9 Mio. Euro. Die Baader Bank hatte eine sehr umfangreiche Liste vorgelegt. Laut Angabe von Frau Zeidler wurden dann weltweit etwa 300 Investoren angesprochen. Von den 300 angesprochenen Investoren haben sich dann 35 an der Kapitalerhöhung beteiligt, wobei die Auswahl der Investoren durch das DBAG-Management erfolgte.


Abstimmungen

Nach dem Ende der Aussprache leitete Herr Richards zu den Abstimmungen über. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 53.386.664,43 Euro, eingeteilt in 15.043.994 Aktien, waren 7.060.980 Aktien entsprechend 46,94 Prozent vertreten. Die Beschlüsse wurden alle mit mindestens 92 Prozent Jastimmen im Sinne der Verwaltung gefasst. Dies waren die Ausschüttung einer Dividende von 1,20 Euro (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl von KPMG zum Abschlussprüfer (TOP 5), die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (TOP 6) und die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (TOP 7).

Gegen 14:30 Uhr wurde die Hauptversammlung beendet.


Fazit und eigene Meinung

Die Deutsche Beteiligungs AG legte einmal mehr sehr gute Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/16 vor. Im Rahmen der neuen Dividendenpolitik durften sich dabei die Aktionäre über eine Ausschüttung von 1,20 Euro freuen. Diese neue Dividendenpolitik bietet einen gerechten Ausgleich zwischen der Aktie als Dividendenpapier und der Gesellschaft, die mit der Auflage der neuen Fonds auf klaren Wachstumskurs eingeschwenkt ist. Dabei stößt die Gesellschaft mit den aufgelegten Fonds in neue Dimensionen vor.

Das steigende Volumen wird sich in den kommenden Jahren in einem deutlichen Wachstum im Segment Fondsberatung niederschlagen. Aber die Ausweitung des Anlageuniversums sorgt auch für eine Verstetigung bei der Erzielung von Verkaufserlösen. Die positive Ergebnisentwicklung ließ das Eigenkapital zum Jahresende auf 25,46 Euro ansteigen. Angesichts der äußerst positiven Zukunftsaussichten legte der Kurs in den vergangenen Monaten auch schon kräftig zu. Die Weichen sind aktuell auf Wachstum gestellt und die DBAG sollte in Zukunft die Ernte aus diesen Maßnahmen einfahren.


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